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Streit um Luftfahrtindustrie : Vereinigte Staaten kündigen weitere Strafzölle auf Produkte aus Deutschland an

  • Aktualisiert am

Ein Ratskellermeister in Bremen füllt ein Glas mit Riesling. Bild: dpa

Flugzeugteile, Weine, Cognacs und andere alkoholische Getränke aus Deutschland und Frankreich werden künftig mit amerikanischen Strafzöllen belegt. Hintergrund ist der Streit Amerikas mit der EU um Subventionen für die Luftfahrtindustrie.

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          Im Streit um rechtswidrige Subventionen für die Luftfahrtindustrie zwischen Amerika und der EU hat Washington zusätzliche Strafzölle auf Produkte aus Deutschland und Frankreich angekündigt. Betroffen seien Flugzeugbauteile aus beiden Ländern, bestimmte Weine sowie bestimmte Cognacs und andere alkoholische Getränke, teilte das Büro des amerikanischen Handelsbeauftragten mit.

          Die Europäische Union hatte im November Zusatzabgaben auf bestimmte Produkte aus Amerika angekündigt. Vorausgegangen war eine Entscheidung der Streitschlichter der Welthandelsorganisation WTO, nach der die EU wegen unerlaubter Subventionen für den Flugzeugbauer Boeing Strafzölle auf amerikanische Importe im Umfang von knapp vier Milliarden Dollar (3,4 Milliarden Euro) im Jahr verhängen darf.

          Amerikas Regierung warf Brüssel nun vor, bei der Verhängung der Zölle unfaire Entscheidungen getroffen zu haben, weswegen die eigenen Maßnahmen angepasst werden müssten. So habe die EU ihrer Entscheidung über Strafzölle zum Beispiel das Handelsvolumen der 27 EU-Staaten ohne Großbritannien zugrunde gelegt, was zur Folge gehabt habe, dass die Vergeltungsmaßnahmen gegen die Vereinigten Staaten höher ausfielen. „Die EU muss Maßnahmen ergreifen, um diese Ungerechtigkeit auszugleichen“, erklärte der Handelsbeauftragte.

          Die EU hofft, dass sich der Nachfolger von Donald Trump im Weißen Haus, der Demokrat Joe Biden, zu Gesprächen über eine Beilegung des seit Jahren anhaltenden Subventionsstreits bereiterklärt.

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