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Streit um Flugverbote : Luftdruck

  • -Aktualisiert am

Die Fluggesellschaften verlangen belastbare Daten über die Aschewolke. Zu Recht! Mit ihrer ungeschickt vorgetragenen Forderung provozieren sie aber Gegenwehr.

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          Lufthansa und Air Berlin ist der Geduldsfaden gerissen. Im „kontrollierten Sichtflug“ unterhalb der Aschewolke bringen sie in einigen Flugzeugen Passagiere nach Hause. Man mag sich nicht ausmalen, was passiert, wenn eines verunglückt – obwohl es dafür keinen Grund gibt.

          Weit gestaffelt, begleitet von der Flugsicherung und bei guter Sicht sind das sichere Flüge. Ein Knotenpunkt wie Frankfurt mit seinen täglich 1400 Starts und Landungen ist freilich kein Segelflugplatz, die Entscheidung nur eine Notlösung. Noch immer ist unklar, ob der Vulkan in Island den Himmel über Europa wirklich undurchdringbar macht.

          Die Fluggesellschaften verlangen belastbare Daten. Ihre zu Recht, aber ungeschickt vorgetragene Forderung beantwortet Verkehrsminister Ramsauer mit dem überzogenen Vorwurf, die Firmen stellten Kommerz vor Sicherheit. Diese Eskalation ist ebenso wenig zielführend wie der Reflex, bei jeder Schwierigkeit sofort nach Staatshilfe zu rufen. Die einzig richtige Antwort auf das Ausnahmeereignis sind über jeden Zweifel erhabene Erkenntnisse aus der Luft. Die müssen die Behörden endlich liefern. Bis dahin gilt trotz aller Enttäuschung über abgesagte Reisen: Safety first.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

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