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Streit mit Stiftung Warentest : Ritter Sport verzichtet auf Schadenersatz

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Ritter-Sport-Schokolade Bild: dpa

Ein Jahr ist es her, dass die Stiftung Warentest der Voll-Nuss-Schokolade von Ritter Sport die Note fünf gab, weil die Inhaltsstoffe irreführend gekennzeichnet seien. Der Schokohersteller zog mit Erfolg vor Gericht - und will es dabei belassen.

          Der Schokohersteller Ritter Sport verzichtet auf mögliche Schadenersatzforderungen gegen die Stiftung Warentest. „Wir werden nicht gegen die Stiftung Warentest klagen“, sagte ein Unternehmenssprecher dem „Tagesspiegel“. Der Schokoladenhersteller hatte im September vor Gericht im Streit mit der Stiftung Warentest gesiegt. Die Stiftung darf Ritter Sport in ihrem Schokoladentest keine irreführende Kennzeichnung eines Vanillearomas vorwerfen.

          In einem Test von Vollmilch-Nuss-Schokoladen vor gut einem Jahr hatten die Prüfer der Ritter-Sport-Tafel die Note fünf gegeben, weil die Schokolade das Aroma Piperonal enthalte, das künstlich hergestellt worden sei. Der Hersteller hatte eine einstweilige Verfügung gegen diese Behauptung erreicht. Ob das Aroma tatsächlich natürlich oder chemisch hergestellt ist, konnte das Gericht nicht klären.

          „Unser Ziel war es zu beweisen, dass unsere Deklaration korrekt ist und Zweifel auszuräumen“, sagte der Ritter-Sport-Sprecher dem Bericht zufolge, „das haben wir erreicht“.

          Durch den Streit sei Ritter Sport ein enormer Imageschaden entstanden. Nach dem Urteil hatte der Sprecher gesagt, nachteilige Folgen beim Absatz ließen sich kaum nachweisen, da der Umsatz in der Vorweihnachtszeit generell höher sei.

          Die Stiftung Warentest hatte nach der Niederlage vor Gericht bereits im September mitgeteilt, sie wolle den Streit jetzt auf sich beruhen lassen.

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