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Tarifstreit bei der Bahn : Lokführer streiken ab Mittwoch im Personenverkehr

  • Aktualisiert am

Die Lokführer wollen auch für ihre Kollegen mitverhandeln. Bild: dpa

Die Lokführer-Gewerkschaft GdL will abermals den Bahnverkehr lahmlegen: Am Dienstag geht es mit dem Güterverkehr los, am Mittwoch folgen die Personenzüge. 

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          Die Lokführergewerkschaft GDL hat bei der Deutschen Bahn Streiks ab Dienstag angekündigt. Zunächst werde der Güterverkehr betroffen sein, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Am Mittwoch folge der Personenverkehr.

          Die Personenzüge sollen von Mittwoch, 2 Uhr, bis Donnerstag, 21 Uhr, bestreikt werden. Für Güterzüge dauert der Streik von Dienstag, 15 Uhr, bis Freitag, 9 Uhr.

          Dabei hätten für die Versorgung wichtige Züge Vorrang, sagte ein Bahnsprecher am Montag. Auch für den Personenverkehr gibt es nach Bahn-Angaben Bereitschaftspläne der Betriebs- und Planungszentralen.

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          Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche. Am Freitag seien die Verhandlungen in der mittlerweile 16. Runde am Knackpunkt der Lokrangierführer gescheitert, die von der Bahn niedriger eingestuft werden sollten als ihre Kollegen auf der Strecke. Ein zweites Berufsbild als „billiger Jakob“ sei mit der GDL nicht zu machen, hatte Weselsky erklärt. Bisher hat allein die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Tarifverträge für die Lokrangierführer abgeschlossen.

          Am Montagmorgen sagte er im Bayerischen Rundfunk: „Wir werden sicherlich mehr den Güterverkehr in den Fokus nehmen, aber es bleibt nicht aus und ist nicht zu vermeiden, dass wir auch im Personenverkehr die Streiks durchführen.“ Die Lokführer seien es leid, vom Management der Bahn veralbert zu werden. Weselsky warf dem Unternehmen erneut vor, nicht wirklich verhandeln zu wollen.

          Die Bahn kritisierte die Streikabsicht. „Wir verstehen nicht, warum
          die GDL den bislang gemeinsam erreichten Zwischenstand nicht
          festhalten will“, sagte eine Konzernsprecherin. Auch beim schwierigen
          Punkt Lokrangierführer hätten beide Seiten mittlerweile Grundzüge
          einer gemeinsamen Lösung erarbeitet.



          Verhandlungen gescheitert : Die Lokführer streiken wieder

          Die GDL will noch vor dem Inkrafttreten des umstrittenen Tarifeinheitsgesetzes für ihre sämtlichen Mitglieder im Zugpersonal eigene Tarifverträge abschließen. Bislang hatte sie nur für Lokführer Abschlüsse vereinbart und läuft nun Gefahr, in Konkurrenz zur EVG künftig nur noch in einem Teil der Deutsche-Bahn-Betriebe eigene Tarife aushandeln zu können.

          Das Tarifeinheitsgesetz der großen Koalition soll nach bisherigen Planungen im Juli in Kraft treten. Die GDL hat Verfassungsbeschwerde angekündigt und der Bahn eine Verzögerungstaktik vorgeworfen.

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