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Nach Lokführerstreik : Lufthansa-Piloten streiken zum Wochenstart

  • Aktualisiert am

So werden die Anzeigetafeln Anfang der Woche wieder aussehen. Bild: dpa

Kaum geht am Montag der jüngste Ausstand der Lokführer zu Ende, läuft schon der nächste bei den Piloten an: Der Streik bei Lufthansa trifft Kurz- und Mittelstreckenflüge von deutschen Flughäfen.

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          Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat für Montag und Dienstag einen neuen Streik bei der Lufthansa angekündigt. Betroffen seien bundesweit Passagierflüge mit Flugzeugen der Airbus-A320-Familie (A318, A319, A320, A321), Boeing 737 und Embaer in der Hauptsparte des Unternehmens, Lufthansa Passage, teilte Cockpit am Samstagmittag mit.

          Die Gewerkschaft rief die Piloten demnach auf, von Montag 13.00 Uhr bis Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch in den Ausstand zu treten. Die Billigtochter Germanwings, die erst vergangene Woche bestreikt wurde, sei davon ausgenommen.

          Die Piloten kämpfen gegen eine Verschlechterung ihrer Übergangsversorgung. Sie erlaubt es bisher, ab dem Alter von 55 Jahren in den bezahlten Frühruhestand zu gehen. Der Konzern will die Altersgrenze erhöhen. Cockpit lehnt dies ab. Den Vorschlag der Lufthansa, die Altersgrenze individuell anhand der Dienstjahre eines Piloten festzulegen, wies die Gewerkschaft zurück.Die Lufthansa habe nach sieben Streiks seit April die Kompromissvorschläge der Gewerkschaft nicht aufgegriffen und mauere, erklärte Cockpit. Die Lufthansa müsse ihre „Blockadehaltung“ aufgeben.

          Dagegen werden die Züge der Deutschen Bahn wieder ab Montag regulär fahren. Die Gewerkschaft der Lokführer hat am Streik-Wochenende angekündigt, dass für die kommende Woche kein Ausstand zu erwarten sei. Der Lokführerstreik endet am Montag um 4.00 Uhr.

          Die Deutsche Bahn kündigte an, dass der Pendlerverkehr am Montagmorgen weitgehend gesichert. Bereits am Sonntag seien über den Ersatzplan hinaus weitere Züge gefahren, sagte ein Bahnsprecher. Am gesamten Wochenende habe der Konzern trotz des bundesweiten Ausstandes der Lokführer mit einem Ersatzfahrplan einen stabilen, wenn auch eingeschränkten Reiseverkehr ermöglicht.

          Der Chef der Lokführer-Gewerkschaft GDL, Claus Weselsky, sagte am Samstagabend, er gehe davon aus, dass seine Gewerkschaft ab Montag eine Streik-Pause von mindestens sieben Tagen einlegen werde.

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