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Lufthansa : Der nächste Piloten-Streik ist am Donnerstag

  • Aktualisiert am

Fast 1400 Lufthansa-Flüge fielen während der jüngsten Streikrunde aus Bild: AFP

In der Nacht endete Piloten-Ausstand Nummer neun, die zehnte Arbeitsniederlegung folgt unmittelbar. Die Lufthansa reagiert mit dem nächsten Notflugplan - und hat heute eine sehr wichtige Sitzung.

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          Die Lufthansa-Piloten haben ihren Streik in der Nacht zum Mittwoch beendet und bereiten sich bereits auf einen neuen Ausstand vor. Am Donnerstag wollen sie abermals ihre Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) am Dienstagabend mitteilte. Die Lufthansa kündigte an, mit einem Sonderflugplan auf den Streik zu reagieren. „Ziel ist es, auf der Langstrecke so viele Passagiere wie möglich ans Ziel zu bringen“, sagte ein Konzernsprecher. Während der Streikpause am Mittwoch erwartet das Unternehmen einen weitgehend normalen Betrieb. Vielleicht gebe es noch Flugausfälle, sagte der Sprecher. „Wenn - dann nur sehr, sehr vereinzelt“

          Kurz- und Mittelstreckenflüge sowie die Lufthansa-Tochter Germanwings sollen nach Angaben von VC am Donnerstag nicht bestreikt werden. Der Ausstand soll von drei Uhr früh bis Mitternacht dauern. Es ist der zehnte Streikaufruf von VC in diesem Jahr. In dem Tarifkonflikt geht es um die Übergangsrenten der 5400 Piloten und um den künftigen Kurs des Konzerns.

          Die Piloten halten die geplante Einführung einer Billigmarke bei der Lufthansa für einen Fehler. „Das kann nicht funktionieren, weil wir unsere eigenen Preise kannibalisieren“, sagte VC-Sprecher Jörg Handwerg der Nachrichtenagentur dpa. Mit den neuen Angeboten einer „Wings“-Marke werde das klassische Langstreckenprodukt der Lufthansa geschwächt. „Natürlich wird die Konkurrenz dagegenhalten, so dass das am Ende zu einer riesigen Geldverbrennungsmaschine wird.“

          Pilotenstreik : Lufthansa bleibt weiter am Boden

          Über das „Wings“-Konzept soll der Lufthansa-Aufsichtsrat an diesem Mittwoch entscheiden. „Wir wollen die neue Wings-Strategie nicht um jeden Preis verhindern“, sagte Handwerg. Allerdings habe man bereits vor Jahren eine tarifliche Grundlage zur Besetzung der Pilotenstellen verbindlich definiert, was die Lufthansa einfach ignoriere. Handwerg forderte das Management zu Verhandlungen auf. „Wenn man im Billigsegment etwas Neues will, muss man nur mit uns reden.“ Es seien weitere Arbeitsniederlegungen mit Ausnahme der Weihnachtsfeiertage möglich.

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