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Neue Streiks : Jeder gegen jeden bei der Lufthansa

  • -Aktualisiert am

Streikende Flugbegleiter in Frankfurt Bild: dpa

Arbeitnehmer gegen Arbeitgeber, Gewerkschaft gegen Gewerkschaft. Bei der Lufthansa geht es inzwischen um viel mehr als nur um Gehälter: Es geht ums Ganze.

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          Die Lufthansa liefert ein Musterbeispiel dafür, wie erbittert das Ringen von Arbeitgeber und Arbeitnehmern wird, wenn sich die Rahmenbedingungen für das Geschäft verändern. Lange erkaufte sich der Konzern inneren Frieden durch üppige Leistungen an seine Beschäftigten. Die sonnten sich unter den Konditionen eines Konzerns, der für seine Beschäftigte in jeder Hinsicht ein Premium-Anbieter war.

          Dabei hätte jedem klar sein können, dass diese besondere Spielart des Gebens und Nehmens nicht dauerhaft gut gehen kann. Das Erstarken von europäischen Billigfluggesellschaften und arabischen Langstreckenanbietern hat den Handlungsdruck nicht ausgelöst, sondern nur verstärkt. Die in Tarifverhandlungen aufgerufenen Zahlen, um wie viel Gehälter steigen könnten oder sollten, kann man getrost außer Acht lassen, denn in allen Auseinandersetzungen geht es nun vielmehr ums Ganze. Und das führt zu internen Grabenkämpfen.

          Im Lufthansa-Konzern kämpft mittlerweile jeder gegen jeden: Arbeitnehmer gegen Arbeitgeber und Berufsgruppen untereinander. Als die Piloten dem Konzern unsichere Wochen bereiteten, gingen die Flugbegleiter zu den Cockpit-Crews auf Distanz. Nun suchen sie wieder den Schulterschluss – für einen möglichen koordinierten Mega-Streik. Flugreisenden kann beim Blick auf Lufthansa Angst und Bange werden.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

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