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Bahnstreik : GDL-Mitglieder haben keine Lust auf Streik

  • Aktualisiert am

Steikende Lokführer in Rostock Bild: dpa

Bei vielen Mitgliedern der Lokführergewerkschaft ist die Streikbereitschaft einem Medienbericht zufolge gering: Weniger als ein Drittel soll sich an dem aktuellen Ausstand beteiligen. Bahnchef Grube will nach seinem gescheiterten Vorschlag nun die „nächste Stufe zünden“.

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          Die Lokführergewerkschaft GDL kann einem Medienbericht zufolge nur eine Minderheit ihrer Mitglieder für den derzeitigen Streik mobilisieren. Lediglich rund 6000 der etwa 20.000 Lokführer der Bahn hätten sich an der seit Montag laufenden Arbeitsniederlegung beteiligt, meldete die „Bild“-Zeitung (Freitagausgabe). Im Güterverkehr sei nur jeder fünfte Lokomotivführer dem Aufruf zum Ausstand gefolgt.

          Angesichts der jüngsten gescheiterten Vermittlung kündigte Bahnchef Rüdiger Grube laut der „Stuttgarter Zeitung“ an, die „nächste Stufe zünden“ zu wollen. Er habe einen „Plan B“ versicherte Grube, ohne Details zu nennen. Dafür müsse er in der Nacht zu Freitag noch ein Gespräch führen.

          „In Geiselhaft“

          Sein Gebot sei es „nie aufzugeben“. Allerdings werde sein Unternehmen von zwei Gewerschaften, der GDL und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), „in Geiselhaft genommen“, weil sich diese nicht einigen könnten.

          GDL-Chef Claus Weselsky nannte Grube dem Bericht zufolge „diese Person, deren Namen ich möglichst nicht in den Mund nehme“.
          Er würde sich mit dem Gewerkschaftschef aber auch an einen Verhandlungstisch setzen.

          Der längste Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn hat am Montag im Güter- und am Dienstagmorgen im Personenverkehr begonnen und soll bis Sonntag 9.00 Uhr andauern.

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