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Tarifkonflikt : Mehr Geld für streikende Lokführer?

  • Aktualisiert am

Verkehrsminister Alexander Dobrindt kritisiert die Gewerkschaft GDL. Bild: dpa

Der Verkehrsminister fordert von den Lokführern, eine Schlichtung zu akzeptieren. Innerhalb der Gewerkschaft GDL wird einem Bericht zufolge darüber diskutiert, das Streikgeld zu erhöhen. So sollen mehr Mitarbeiter zum Ausstand bewegt werden.

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          Angesichts der abermals gescheiterten Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die Lokführergewerkschaft GDL vor einem neuen Dauerstreik gewarnt. „Mir fehlt das Verständnis dafür, wenn man sich nach monatelanger Tarifauseinandersetzung einer Schlichtung verweigert“, sagte Dobrindt der „Bild“-Zeitung.

          Er rief die GDL zum Einlenken auf und verlangte eine Schlichtung des Konflikts. „Verantwortungsvolle Tarifpartnerschaft verpflichtet auch zur Suche nach Kompromissen, das kann nur am Verhandlungstisch geschehen“, erklärte der CSU-Politiker.

          Höheres Streikgeld im Gespräch

          Unter Berufung auf Gewerkschaftskreise berichtete die „Bild“, die Gewerkschaft der Deutschen Lokomotivführer (GDL) versuche offenbar, die Streikbereitschaft ihrer Mitglieder durch finanzielle Anreize zu erhöhen. Demnach sollen streikende GDL-Mitglieder künftig einen Vorschuss auf Streikhilfen des Deutschen Beamtenbundes erhalten. Bisher mussten Streikende dem Bericht zufolge teils monatelang auf die Auszahlung warten. Außerdem sei eine Erhöhung des Streikgeldes im Gespräch. Danach könnte der Tagessatz von derzeit 75 Euro bis auf 100 Euro steigen.

          Am Wochenende hatten sich die Fronten zwischen GDL und Deutscher Bahn erneut verhärtet. Beide Seiten warfen sich gegenseitig den Abbruch der Tarifverhandlungen vor. Die GDL hatte in dem Tarifstreit bereits mehrfach gestreikt, zuletzt legten die Lokführer im Mai fast eine Woche lang die Arbeit nieder.

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