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Arbeitsgericht entscheidet : Piloten dürfen Streik fortsetzen

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Arbeitsgericht Frankfurt: Piloten dürfen weiter streiken. Bild: dpa

Das Gericht hat das Streikrecht der Lufthansa-Piloten in erster Instanz bestätigt. Der Konzern verklagt die Gewerkschaft dennoch auf 60 Millionen Euro Schadenersatz. Am  Mittwoch sollen ingesamt 1000 Flüge ausfallen. 

          Der Streik der Pilotenvereinigung Cockpit ist rechtmäßig. Zu dieser Entscheidung kommt das Arbeitsgericht Frankfurt. Damit ist die Lufthansa mit ihrem Antrag auf eine einstweilige Verfügung gescheitert.

          Nachdem die Piloten am Montag weitere Streiks angekündigt hatten und mit einer Streikwelle bis Weihnachten drohen, hatte die Lufthansa beim Arbeitsgericht in Frankfurt, sowie beim Arbeitsgericht in Köln einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt. Die Entscheidung des Kölner Gerichts steht noch aus. Durch den Streik fallen am Mittwoch 1000 Flüge aus. Insgesamt seien 140.000 Passagiere von den 180.000 gebuchten Passagieren betroffen, teilte die Fluggesellschaft am Dienstag in Frankfurt am Main mit.

          Dennoch will die Lufthansa mehr als 500 Flüge auf der Kurz- und Mittelstrecke anbieten. Flüge von Germanwings, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines seien nicht betroffen und operierten planmäßig. Doch auch auf Langstrecken werde es am Mittwoch noch zu Flugausfällen kommen, räumte die Fluggesellschaft ein. 52 der 176 geplanten Flüge müssten wegen des Streiks annulliert werden.

          Der Konzern hatte am Dienstag zudem angekündigt, die Piloten-Gewerkschaft Cockpit auf 60 Millionen Euro Schadenersatz zu verklagen. Die Piloten hätten während der ersten Runde im April 2014 nicht rechtmäßig gestreikt, weil damals zumindest der angegriffene Tarifvertrag der Tochtergesellschaft Lufthansa Cargo noch gültig gewesen sei, erklärte der Konzern. Eine entsprechende Klage werde am Arbeitsgericht Frankfurt am Main eingelegt.

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