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Streamingdienst rüstet auf : So will Dazn den Livesport-Hunger auf der Welt stillen

  • -Aktualisiert am

Dazn überträgt Spiele der Fußball-Bundesliga sowie der Champions League – hier eine Partie von Schalke 04 mit dem früheren Trainer Tedesco (Mitte) aus dem September 2018. Bald soll der Streamingdienst fast überall auf der Welt empfangbar sein. Bild: dpa

Bislang ist der Streamingdienst Dazn erst in neun Ländern aktiv. Das soll sich möglichst bald ändern. Sportevents sollen künftig in fast allen Regionen der Welt gezeigt werden.

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          Streamingdienste im Internet und für Mobilfunk rüsten weiter auf – vor allem auch mit Sportunterhaltung. So will der Anbieter Dazn, welcher in Deutschland unter anderem Livespiele aus der Bundesliga und Champions League im Fußball zeigt, seine Präsenz in bisher neun Ländern auf fast alle Regionen der Welt vergrößern. Nach Angaben des Unternehmens soll als erste Veranstaltung ein Boxkampf des mexikanischen Superstars Canelo Alvarez in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai erstmals direkt in allen Märkten übertragen werden. Dafür habe Dazn in den vergangenen zwei Jahren zur Vorbereitung Liverechte führender Box-Agenturen erworben.

          „Deutschland, Österreich und die Schweiz waren 2016 die weltweit ersten Märkte, in denen Dazn an den Start gegangen ist. In den vergangenen dreieinhalb Jahren haben wir hier bewiesen, die Zukunft des Livesport-Broadcastings gestalten zu können und sind zum größten Anbieter von Livesport-Übertragungen im deutschsprachigen Raum gewachsen“, sagte Thomas de Buhr, Dazn-Chef für den deutschsprachigen Raum. Nun wolle man den Appetit nach Livesport von Fans auf der ganzen Welt stillen.

          Dienst dürfte hochdefizitär sein

          Hinter Dazn steht die Beteiligungsgesellschaft Access Industries des britisch-amerikanischen Multimilliardärs Leonard Blavatnik. Der Anbieter hat sich den Ruf als „Netflix des Sports“ erworben. Doch dürfte der Dienst derzeit aufgrund vieler Investitionen hochdefizitär sein. Zahlen werden nicht genannt.

          Sportrechte werden von Streamingdiensten heiß begehrt. So geraten klassische Fernsehsender mit Bezahlangeboten wie Sky unter Druck. Auch Amazon hat sich Champions-League-Rechte für Deutschland gesichert. Ähnlich investieren die Deutsche Telekom mit Magenta TV oder RTL mit TV Now. In den Vereinigten Staaten expandiert Disney mit seinem Sport-Streamingdienst ESPN+.

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