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Warnung aus der Autoindustrie : Eine mächtige Phalanx gegen Trump

Da standen sie sich noch so nah: Trump 2017 mit GM-Chefin Mary Barra Bild: Reuters

In Amerika stellen sich sogar vermeintliche Profiteure der geplanten Autozölle gegen den Präsidenten, aus seiner eigenen Partei kommt Widerstand. Und auch BMW schickt eine Warnung ins Weiße Haus.

          3 Min.

          Die deutsche Autoindustrie, die hohe Importzölle in Amerika fürchten muss, bekommt unerwartete Unterstützung. Der amerikanische Automobilkonzern General Motors (GM) macht schwerwiegende Vorbehalte gegen die Absicht des Präsidenten Donald Trump geltend, Importe von Autos und Autoteilen mit Zöllen von mindestens 20 Prozent zu belegen. Solche Schutzzölle bedrohten amerikanische Arbeitsplätze und könnten General Motors sogar zur Schrumpfung zwingen. Die Zölle würden die Wettbewerbsfähigkeit unterminieren, indem sie die Kosten für die Beschaffung von Teilen aus der ganzen Welt nach oben trieben. Das Unternehmen sei dann nicht mehr in der Lage, mit Wettbewerbern aus Niedriglohnländern zu konkurrieren.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Das ist die Quintessenz eines GM-Schreibens an den amerikanischen Wirtschaftsminister Wilbur Ross. Der Minister hat im Auftrag des Präsidenten ein Verfahren eingeleitet, mit dem die Zölle begründet werden können und das die deutsche Industrie schon jetzt alarmiert. Trump stört sich unter anderem an höheren Zöllen der Europäischen Union für amerikanische Autos. Auto-Importe in die EU werden mit Zollaufschlägen von 10 Prozent belegt, die Vereinigten Staaten verlangen dagegen 2,5 Prozent für gewöhnliche Personenwagen und 25 Prozent für Pickup-Trucks und leichte Transporter.

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