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Stiko-Chef im F.A.Z.-Gespräch : Impfkommission besteht auf Priorisierung

Sollten die Impfreihenfolge aufgeweicht werden? Darüber wird zur Zeit debattiert. Bild: dpa

Stiko-Chef Thomas Mertens dringt darauf, die Bevölkerung so schnell wie möglich zu immunisieren. Er warnt aber vor einer willkürlichen Abgabe des Impfstoffs – und stellt sich gegen drei mächtige Ministerpräsidenten.

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          Der langsame Impffortschritt in Deutschland liegt nach Ansicht der Ständigen Impfkommission Stiko nicht an der geltenden Priorisierung. „Prinzipiell sollte so rasch wie möglich geimpft werden, das ist richtig. Aber den Zusammenhang von Impftempo und Priorisierungsliste vermag ich so nicht zu sehen“, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens der F.A.Z.. „Das ist ein Scheinargument, denn die Verzögerungen liegen ja nicht an der Priorisierung, sondern an Problemen der Umsetzung.“

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Am Wochenende hatten sich die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen, Winfried Kretschmann (Grüne), Markus Söder (CSU) und Michael Kretschmer (CDU), dafür ausgesprochen, von der Impfreihenfolge für das Präparat von Astra-Zeneca abzuweichen. Da viele Berechtigte aus der Priorisierungsgruppe 1 das Vakzin ablehnten und weil deshalb Impfdosen nicht genutzt würden, sollten sie anderen Interessenten angeboten werden, verlangten die Politiker. „Bevor es liegen bleibt, impfen, wer will“, hatte Söder der Zeitung „Bild“ gesagt.

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