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Stiftung Warentest : Große Preisunterschiede bei Billigfliegern

  • Aktualisiert am

Ein „echter” Schnäppchen-Flieger: die irische Fluggesellschaft Ryanair Bild: AP

Für Flüge nach London oder Palma de Mallorca sollten Verbraucher die Angebote der Billigflieger vergleichen. Nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest gibt es deutliche Preisunterschiede. Guter Service kostet auch etwas.

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          Bei den großen Billigfliegern in Deutschland gibt es nach Angaben der Stiftung Warentest erhebliche Preisunterschiede. „Echte Schnäppchen“ hätten in einem Vergleich ausgewählter Strecken nur Ryanair, Easyjet und Germanwings geboten, teilte die Stiftung am Donnerstag in Berlin mit. Andere Airlines verlangten deutlich mehr für ihre Tickets, wobei Air Berlin und Condor für ihren Service jeweils die beste erreicht Teilnote „gut“ erhielten.

          Kritisch beurteilten die Prüfer, dass Geld für nicht angetretene Flüge teils nicht an die Kunden zurückgezahlt wird. Wenn auch Steuern und Gebühren einbehalten werden, sei dies rechtswidrig. Umbuchungen oder Ticket-Übertragungen auf andere Reisende seien oft teuer. Beim Preisniveau und der Preisverfügbarkeit bekamen die irische Fluggesellschaft Ryanair und die britische Easyjet die beste Teilnote „sehr gut“, wie es in der August-Ausgabe der Zeitschrift „test“ heißt. Dabei habe der Durchschnittspreis inklusive Steuern, Gebühren und Zuschlägen für einen Hin- und Rückflug mit Ryanair bei 101 Euro und mit Easyjet bei 116 Euro gelegen. Es folgt die zum Lufthansa-Verbund zählende Germanwings mit der Teilnote „gut“ und 158 Euro Durchschnittspreis.

          Stornierung „mangelhaft“

          Für den Test wurden zwischen Februar und Juni je sechs Flüge gebucht. Ziele waren London, Madrid, Palma de Mallorca, Paris und Rom sowie innerdeutsche Flüge nach Berlin. Bewertet wurden auch die Reisebedingungen. Für die Regelungen beim Stornieren bekamen die preisgünstigsten Billigflieger die Bewertung „mangelhaft“. Verbraucherfreundlich seien hierbei nur Condor und British Airways.

          Auf die übliche Gesamtbewertung mit „test“-Qualitätsurteilen verzichtete die Stiftung bei ihrer Untersuchung, weil jeder Fluggast selbst über die bevorzugte Variante entscheide: billige Tickets ohne viel Service oder guten Service zu durchschnittlich mindestens doppelt so hohen Preisen. Positiv sei, dass bei allen Airlines inzwischen nicht nur per Kreditkarte mit Extragebühr gezahlt werden könne, sondern auch kostenlos etwa per Bankeinzug.

          Germanwings und Ryanair günstiger als 2005

          Im Vergleich zu einem vorherigen Test im Jahr 2005 hätten die Preise bei einigen Billigfliegern angezogen, hieß es weiter. Demnach habe Easyjet sein Preisniveau annähernd gehalten, während Germanwings und Ryanair etwas günstiger geworden seien. Im Schnitt deutlich mehr als damals kosteten dagegen nunmehr Flüge bei Condor, Air Berlin und Tuifly, errechnete die Stiftung Warentest.

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