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Steuertipp : Erleichterungen für Gründer

  • -Aktualisiert am

Eine Seite für die Übermittlung der Steuererklärung ist das ELSTER-Online-Portal. Bild: dpa

Viele Steuerpflichtige sind selbstständig. Die können sich seit Jahresbeginn über Erleichterungen freuen - besonders Neugründer.

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          Schriftsteller, Dozenten, Übersetzer, Promoter, Künstler oder Berater – viele Steuerpflichtige sind selbständig. Sie können sich über steuerliche Begünstigungen freuen. Haben sie einen geringen Umsatz, werden sie vom bürokratischen Aufwand der Umsatzsteuer entlastet. Seit Jahresbeginn gilt hierfür eine neue Umsatzgrenze. Wer im vergangenen Jahr nicht mehr als 22 000 Euro und 2020 voraussichtlich nicht mehr als 50 000 Euro Umsatz erzielen wird, ist ein „Kleinunternehmer“. Sie können ihre Leistungen ohne Umsatzsteuer abrechnen und sind nicht zur Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen verpflichtet. Neugründer können diese Vereinfachung in Anspruch nehmen, wenn der prognostizierte Jahresumsatz im Gründungsjahr 22 000 Euro nicht übersteigt.

          Wer nicht von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen kann oder möchte, kann sich über eine andere Erleichterung freuen. Bisher mussten Neugründer im Gründungsjahr und dem darauffolgenden Jahr monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben. Diese Pflicht soll für die Jahre 2021 bis 2026 ausgesetzt werden. Gründer sind nur noch zur Abgabe monatlicher Voranmeldungen verpflichtet, wenn ihre voraussichtlich zu zahlende Umsatzsteuer 7500 Euro übersteigt. Anderenfalls sollen vierteljährliche Voranmeldungen genügen. Zudem müssen alle Gründer seit Jahresbeginn innerhalb eines Monats eigenständig den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen und elektronisch ans Finanzamt übermitteln, etwa über „Mein Elster“. Darin müssen die Unternehmer unter anderem ihre Umsätze und Einkünfte prognostizieren.

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