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Steuerskandal : Cum-Ex-Deals in „astronomischer“ Zahl

Im Cum-Ex-Prozess wird der Börsentochter Clearstream eine zentrale Rolle zugewiesen. Bild: AFP

Im Cum-Ex-Prozess kommen weitere Details ans Licht. Und die Argumentationskonstrukte der beteiligten Akteure werden brüchiger.

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          Am Donnerstag hat einer der beiden Hauptangeklagten seine Aussage im ersten Strafprozess im Zusammenhang mit umstrittenen Aktiengeschäften rund um den Dividendenstichtag („Cum-Ex“) fortgesetzt. In den Spitzenzeiten der komplexen Kettentransaktionen in den Jahren von 2006 bis 2011 habe es zahllose hochprofitable Geschäfte für Broker, Banken und weitere Cum-Ex-Akteure gegeben. Martin S. selbst will mit den ihm zur Last gelegten Geschäften bis zu 12 Millionen Euro verdient haben.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Er sprach von einer „astronomischen Zahl“ an Transaktionen. So hätten die Leerverkäufe zeitweise mehr als 100 Prozent der Marktkapitalisierung der jeweiligen Unternehmen betroffen. Das wiederum habe das Abwicklungssystem von Clearstream zeitweise an die Grenze der Belastung gebracht, behauptete der Brite. Schon am Vortag hatte er der Tochtergesellschaft der Deutschen Börse eine zentrale Rolle in dem Geschehen zugewiesen. Vor knapp drei Wochen war das Unternehmen von Ermittlern der Staatsanwaltschaft Köln durchsucht worden.

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