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Umfrage unter Ökonomen : Volkswirte verteilen schlechte Noten für Trumps Steuerreform

  • Aktualisiert am

Donald Trump während eines Gesprächs im Roosevelt Room des Weißen Hauses. Bild: AP

Donald Trump hat kurz vor Weihnachten die Unternehmenssteuern gesenkt und zugleich eine höhere Verschuldung angekündigt. Die Mehrheit der Fachleute hält das für keine gute Idee - zum jetzigen Zeitpunkt.

          Die Steuerreform des amerikanischen Präsidenten Donald Trump und seiner Republikaner stößt unter Fachleuten überwiegend auf Kritik. Das ergab eine Umfrage unter mehr als 50 Volkswirten. Rund 90 Prozent von ihnen bezeichneten die Steuererleichterungen als falschen Schritt. Diese dürften zwar das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr forcieren.

          Der Zeitpunkt sei aber ungünstig, da in den Vereinigten Staaten bereits Vollbeschäftigung herrsche. Daher wäre es sinnvoll, die Konjunkturanreize zurückzufahren statt sie zu verstärken, erläuterte beispielsweise Jim O’Sullivan vom Forschungsinstitut High Frequency Economics.

          Aus Sicht der Experten wird der Anstieg des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr 2018 nun etwas höher ausfallen. Im Schnitt rechnen sie mittlerweile mit einem Plus von 2,7 Prozent. Während der entsprechenden Umfrage im Januar lautete die Prognose noch auf im Schnitt 2,6 Prozent.

          Die stärkere Wachstumsdynamik dürfte nach Einschätzung der Ökonomen die Neigung der amerikanischen Notenbank Federal Reserve vergrößern, die Zinsen anzuheben. Sie rechnen im Mittel mit drei solchen Schritten in diesem Jahr.

          Der erste Zinsschritt dürfte demzufolge im März erfolgen. Die für die Notenbanker maßgebliche Inflationskennziffer wird laut Schätzung der Volkswirte allerdings erst im ersten Quartal kommenden Jahres das Notenbank-Ziel von zwei Prozent erreichen.

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