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Jahressteuergesetz : Das ändert sich an den Steuern im kommenden Jahr

Das Jahressteuergesetz steht im Bundestag auf der Tagesordnung. Unter anderem sind Senkungen der Mehrwertsteuer vorgesehen. Bild: dpa

Das neue Steuergesetz wartet mit einem Bund geldwerter Änderungen auf. Was beinhaltet die Reform im Einzelnen?

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          Eine Steuersenkung für Elektrodienstautos, höhere steuerfreie Verpflegungspauschalen und eine geringere Mehrwertsteuer für Monatshygieneartikel auf Dienstreisen – das Jahressteuergesetz, das am Donnerstagabend auf der Tagesordnung des Bundestags stand, enthält einen ganzen Bündel geldwerter Änderungen. Der Name verrät einen Schwerpunkt: „Gesetzentwurf zur steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“, lautet er in voller Schönheit. Es läuft darauf hinaus, dass die Nutzer von Elektrodienstwagen oder extern aufladbaren Hybridautos bis Ende 2030 nur ein Viertel des sonst üblichen Betrages als geldwerten Vorteil versteuern müssen. Außerdem sind für Handwerker und andere Unternehmer, die Elektrofahrzeuge für den Betrieb anschaffen, Sonderabschreibungen geplant. Das Aufladen von privaten Elektroautos im Betrieb des Arbeitgebers bleibt noch lange steuerfrei, genauso das vom Arbeitgeber gestellte Dienstfahrrad. Beim Jobticket gibt es eine Pauschalbesteuerung, sie wirkt sich nicht auf die Entfernungspauschale aus.

          Höhere Verpflegungspauschalen auf Dienstreisen

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Lastwagenfahrer können künftig pauschal 8 Euro je Arbeitstag erhalten – steuerfrei. Die Verpflegungspauschalen für Dienstreisen werden von 24 auf 28 Euro und von 12 auf 14 Euro erhöht. Gleichzeitig wird neu geregelt, dass Zuschüsse des Arbeitgebers zur Weiterbildung künftig generell keinen Lohn oder geldwerten Vorteil darstellen, wenn diese der allgemeinen Beschäftigungsfähigkeit dienen. Wie die CDU-Politiker Antje Tillmann und Olav Gutting in einer Mitteilung hervorhoben, können Arbeitgeber weiterhin bis zu 44 Euro im Monat steuerfrei an Sachbezügen in Form von Gutscheinen und Geldkarten an ihre Arbeitnehmer gewähren. Dies gelte jedoch nur, wenn die Sachbezüge zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn ausgereicht würden und die Karten keine Barzahlungs- oder Wandlungsfunktion in Geld hätten. Darüber hinaus werden die Rahmenbedingungen für Mitarbeiterwohnungen verbessert, indem ein Bewertungsabschlag vom ortsüblichen Mietwert eingeführt wird. Solange die gezahlte Miete zwei Drittel des ortsüblichen Mietwerts nicht unterschreiteten, muss in der Folge der Arbeitnehmer keinen geldwerten Vorteil versteuern.

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