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Ein Steuerberater berichtet : „Da spielen sich Dramen ab“

Fast menschenleer: Das Einkaufszentrum Kröpeliner Tor Center KTC in der Rostocker Innenstadt. Bild: dpa

Als Steuerberater ist Hartmut Ruppricht nah dran am Corona-Existenzkampf von Gastwirten, Einzelhändlern und Soloselbstständigen. Hier erzählt er aus seinem turbulenten Arbeitsalltag.

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          Herr Ruppricht, Sie sind Partner einer Steuerberaterkanzlei in Wetzlar. Wie ist die Lage bei Ihnen?

          Turbulent. 2020 war ein Jahr, wie ich es in mehr als 30 Jahren Berufspraxis noch nicht erlebt habe. Die staatlichen Überbrückungshilfen für Gastronomen, Einzelhändler und viele andere betroffene Unternehmen müssen ja ganz überwiegend von uns Steuerberatern gestellt werden – das dürfen die Unternehmer nicht selbst machen. Der Arbeitsaufwand ist enorm. Wir sind eine mittelständische Steuerberaterkanzlei mit 40 Mitarbeitern und betreuen rund 800 Unternehmen als Mandanten. So viele Überstunden wie im vergangenen Jahr gab es bei uns noch nie, und 2021 geht es genauso heftig weiter.

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