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FAZ Plus Artikel Steuersparmodelle : Steuerberater wollen ihre Tricks nicht verraten

Die Politik diskutiert eine Anzeigepflicht für Steuertricks. Bild: dpa

Darf der Staat Steuerberater verpflichten, Steuertricks zu melden? Ein neues Gutachten, das der F.A.Z. vorliegt, sagt: Das würde das Vertrauensverhältnis zum Mandanten zerstören und gegen das Grundgesetz verstoßen.

          Seit Jahren zankt die Politik über Maßnahmen gegen professionell vermarktete Steuertricks. Auf EU-Ebene und in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe diskutieren Politiker, ob der Staat Steuerberater verpflichten kann, künftige Modelle anzuzeigen. Doch das lässt das Grundgesetz nicht zu, heißt es in einem Rechtsgutachten im Auftrag der Bundessteuerberaterkammer, das der F.A.Z. vorliegt. Verfasst hat die Analyse Johanna Hey, Direktorin des Instituts für Steuerrecht an der Universität zu Köln.

          Hendrik Wieduwilt

          Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

          Die Juristin moniert, dass sich der Staat vor seinen Aufgaben drückt und diese auf den Bürger abwälzt – formuliert es freilich vornehmer: Im Rechtsstaat sei es „eine originäre Aufgabe des Gesetzgebers, festzustellen, welche Gesetzeslücken möglicherweise bestehen“. Das Vertrauensverhältnis zwischen Steuerberater und Mandant würde belastet – jedenfalls dann, wenn die Berater der Verwaltung auch Informationen zu konkreten Fällen liefern sollen. Es müssten hier dieselben Maßstäbe wie zwischen Anwälten und ihren Mandanten gelten. „Gerade die Frage nach dem Schutz der Persönlichkeitsrechte ist für uns ein wichtiger Aspekt“, sagte der Präsident der Bundessteuerberaterkammer, Raoul Riedlinger, der F.A.Z. Berater und Steuerpflichtige seien gleichermaßen betroffen. Er fordert den Gesetzgeber auf, die Pläne fallenzulassen.

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