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FAZ Plus Artikel „Steuerzahlergedenktag“ : Deutsche arbeiten erst ab Mitte Juli für sich selbst

Mitarbeiter im BMW-Werk Leipzig arbeiten in der Montage des i8 Bild: dpa

Was verdient ein ganz normaler Haushalt und was muss er davon an den Staat abführen? Der Steuerzahlerbund hat das so präzise ausgerechnet wie nie – und kommt zu einem anderen Steuer-Stichtag als im Vorjahr.

          Die Deutschen arbeiten nach Angaben des Bundes der Steuerzahler rechnerisch erst von kommenden Montag an für das eigene Konto. Der Interessenverband bezeichnet diesen Tag als „Steuerzahlergedenktag“. Vergangenes Jahr war er drei Tage später. Grund für den früheren Stichtag sind die Entlastungen zum Jahreswechsel. Beiträge zu den Sozialversicherungen wurden gesenkt und die Einkommensteuer den gestiegenen Preisen angepasst.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Gleichwohl muss den Berechnungen zufolge ein durchschnittlicher Arbeitnehmer-Haushalt in diesem Jahr voraussichtlich 53,7 Prozent seines Einkommens mit Steuern und Abgaben abführen. Umgerechnet auf das Jahr kommt man damit auf den 15. Juli. Das Geld für Steuern und Abgaben kommt den Zahlern allenfalls indirekt zugute.

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          Nur jeder Zweite lebt von eigener Arbeit

          Knapp die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland bestreitet ihren Lebensunterhalt in erster Linie durch eigene Erwerbsarbeit. Das ist deutlich mehr als noch zur Jahrtausendwende, wie neue Daten des Statistischen Bundesamts zeigen: Im vergangenen Jahr lebten 47 Prozent der Einwohner – vom Kleinkind bis zum Greis – von eigener Arbeit. Im Jahr 2000 waren es dagegen nur 41 Prozent. Deutlich weniger Menschen werden für ihren Lebensunterhalt hingegen heute hauptsächlich durch Angehörige versorgt, etwa durch Partner oder Eltern. Ihr Anteil sank von 30 auf 24 Prozent.

          Neben einer höheren Erwerbsbeteiligung von Frauen dürfte dies auch mit gesellschaftlichen Veränderungen zu tun haben, darunter die steigende Zahl an Singlehaushalten. Weitere 22 Prozent der Bevölkerung lebten indes von Renten oder Pensionen und 7 Prozent von Sozialleistungen. Diese Anteile haben sich gegenüber dem Jahr 2000 kaum verändert, in Zukunft dürfte der Anteil der Ruheständler aber steigen. 0,8 Prozent lebten zuletzt hauptsächlich von Vermögenserträgen, etwas mehr als im Jahr 2000. Die Auswertung zeigt außerdem einige starke regionale Unterschiede.

          So leben in Sachen-Anhalt 30 Prozent der Bevölkerung von Renten oder Pensionen, in Baden-Württemberg hingegen nur 20 Prozent. Derweil leben in Schleswig-Holstein immerhin 1,1 Prozent der Bevölkerung von ihrem Vermögen. Damit ist der Norden sogar Spitzenreiter knapp vor Bayern. (dc.)