https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/steuer-kommentar-heuschrecke-11613021.html

Steuer-Kommentar : Heuschrecke?

  • -Aktualisiert am

Zu wenig Steuern? Die Debatte um Mitt Romney gerät geradezu absurd Bild: AFP

In der Summe hat Mitt Romney Arbeitsplätze gerettet. Die aufgeheizte Debatte um seinen Steuersatz gerät ins Absurde: Obamas Populismus lenkt von der amerikanischen Misere ab.

          1 Min.

          Was hat Mitt Romney falsch gemacht? Eigentlich nichts. Als Manager von Bain Capital, einer privaten Anlagegesellschaft, hat er neu gegründete Unternehmen finanziert und versucht, sanierungsbedürftige Unternehmen zu retten, um sie dann weiterzuverkaufen.

          Nicht alles ist dabei gutgegangen, aber der finanzielle Erfolg von Bain Capital zeigt, dass die Mehrzahl der Operationen glückte und in der Summe Arbeitsplätze gerettet wurden. Keiner der demokratischen und republikanischen Kritiker, die Romney im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf zur „Heuschrecke" stempeln, hat das bislang widerlegt.

          Geradezu absurd wird die aufgeheizte Debatte nun, wenn dem wohlhabenden Romney als Muster für Reiche vorgehalten wird, dass er als Investor zu wenig Steuern zahle.

          Wenn die Vereinigten Staaten aus ihrer Wachstumsmisere herausfinden und die Massenarbeitslosigkeit wirklich senken wollen, sind die unter George W. Bush eingeführten Steuererleichterungen für Kapitalanlagen eines der Mittel der Wahl. Der Populismus von Präsident Obama und der verzweifelten Romney-Konkurrenten lenkt davon nur ab.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Zwei Frauen sitzen in einem Lieferwagen. Russlands Truppen streben im Donbass ukrainischen Angaben zufolge weiterhin die Eroberung des Gebiets an.

          Die Nacht in der Ukraine : Ukrainische Verteidigungslinie im Donbass wankt

          Russland greift laut Präsident Selenskyj im Stahl- und Kohlerevier im Osten der Ukraine „mit allen noch zur Verfügung stehenden Kräften“ an. Russland will eine sichere Seepassage aus der eroberten ukrainischen Hafenstadt Mariupol einrichten. Der Überblick.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.