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Sterbende Innenstädte : Mehr als nur Geschäfte

  • -Aktualisiert am

Schön, aber leer: In Hof schließt die Kaufhof-Filiale – schon jetzt ist der Menschenandrang überschaubar. Bild: dpa

Der Einzelhandel befürchtet das Aus für zehntausende Läden in den Innenstädten. Dabei geht es um viel mehr als die betroffenen Jobs.

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          Das Muster wiederholt sich in immer mehr Städten: Zuerst steigen die Leerstände, dann wird das Geschäftsbild monoton und austauschbar, und am Ende bluten die Ortskerne aus. Belebte Innenstädte mit ihren Geschäften, die immer auch Zentrum der Gemeinschaft und Platz zur Kommunikation waren, werden vielerorts zum Ödland. „Wir haben durch die Bank viele strukturschwache Städte, in denen Leerstände zu einem großen Problem heranwachsen“, sagt Norbert Portz, Beigeordneter des Städte- und Gemeindebundes.

          Jan Hauser

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Einen Königsweg, wie diese Entwicklung aufzuhalten ist, kennt er nicht. Die Kommune sollte mit dem Einzelhandel und den Immobilienbesitzern zusammenarbeiten. Eigentümer müssten von hochpreisigen Mieten Abstand nehmen, sagt er. Besonders in strukturschwachen Regionen stehen Tausende Einzelhandelsgeschäfte zur Disposition. Hier vereinen sich viele Faktoren zu einer Mischung, die das Wirtschaftsleben in ländlichen Gegenden bedroht: Internetgeschäfte nehmen Ladeninhabern ohnehin Kundschaft und Umsatz, Einwohner ziehen weg, Einzelhändler schließen oder ziehen an belebte Orte. Wenn sich die Negativspirale einmal zu drehen beginnt, ist sie kaum noch aufzuhalten.

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