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Prominenter Physiker warnt : Stephen Hawking: Wir müssen die Erde verlassen!

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Stephen Hawking leidet seit den sechziger Jahren an der Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose und kommuniziert über einen Spezialcomputer. Bild: AP

Klimawandel, Viren, Künstliche Intelligenz und ein Atomkrieg: Der Physiker Stephen Hawking zählt die seiner Ansicht nach großen Bedrohungen der Menschheit auf – ist aber am Ende nicht nur pessimistisch.

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          Der weltberühmte Physiker Stephen Hawking hat ein weiteres Mal die Menschheit vor ihrem Untergang gewarnt. „Ich denke nicht, dass wir weitere 1000 Jahre überleben, wenn es uns nicht gelingt, bis dahin unseren zerbrechlichen Planeten zu verlassen“, sagte der 75 Jahre alte Wissenschaftler nach einem Bericht der britischen „Independent“ während einer Diskussionsveranstaltung. 

          Hawking hat dabei kein konkretes einzelnes Ereignis vor Augen und rechnet auch nicht damit, dass in den nächsten zehn Jahren eine gewaltige Katastrophe bevorsteht. Vielmehr zählt er regelmäßig eine Serie verschiedener Risiken auf – Klimawandel, Atomkrieg, genetisch veränderte Viren, Künstliche Intelligenz – die zu einer die gesamte Menschheit bedrohenden Krise führen könnten. In jedem einzelnen Jahr ist die Wahrscheinlichkeit gering, nicht aber mit Blick auf die kommenden 1000 oder 10.000 Jahre, wie Hawking das tut.

          Über den Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz sagte Hawking mehrfach voraus, dass dies das bedeutendste, aber auch letzte Ereignis in der Geschichte der Menschheit sein könnte. Er begründet dies logisch damit, dass Maschinen, die in der Lage wären, sich selbst fortzuentwickeln, viel schneller seien als die biologische Evolution, und dieser darum überlegen.

          Seine nun ausgesprochene Warnung vor einer Zerstörung der Erde verband er mit dem abermaligen Aufruf an die Menschheit, weiter das Universum zu erforschen und nach Technologien zu suchen, die es ermöglichen, andere Planeten zu bereisen und zu besiedeln. Somit würden Menschen unabhängig von der Erde.

          Und ganz pessimistisch ist Hawking schlussendlich dann doch nicht. „Erinnert euch, zu den Sternen aufzuschauen und nicht auf eure Füße“, sagte er an Studenten gerichtet. „Versucht, einen Sinn zu erkennen in dem, was ihr seht, fragt euch, was das Universum existieren lässt. Wie schwer auch immer das Leben erscheinen mag, es gibt immer etwas, das ihr tun könnt und worin ihr erfolgreich sein könnt. Es ist entscheidend, dass ihr nicht einfach aufgebt.“

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