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Statistisches Jahrbuch : Fahrrad beliebter als das Auto

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Viele Deutsche haben ein Fahrrad - aber nur 14 Prozent fahren damit zur Arbeit. Bild: dpa

Das Fahrrad ist in Deutschland stärker verbreitet als das Auto. Das geht aus dem neuen Jahrbuch des Statistischen Bundesamtes hervor. Auch die Mobilität zwischen den Bundesländern hat die Behörde untersucht. 

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          In Deutschland besitzen mehr Haushalte ein Fahrrad als ein Auto. Im vergangenen Jahr hatten 81 Prozent der Haushalte mindestens ein Fahrrad, 77 Prozent mindestens ein Auto. Das geht aus dem Jahrbuch hervor, das das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Berlin vorstellte. Dennoch setzen Berufspendler beim Weg zur Arbeit auf den Pkw. Nach Daten von 2012 fuhren zwei Drittel der Pendler mit dem Auto zur Arbeit, aber nur 14 Prozent mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und nur 9 Prozent mit dem Fahrrad.

          Allerdings kamen bei Unfällen mit dem Pkw auch mit Abstand die meisten Menschen ums Leben. Von den insgesamt 3377 tödlich verunglückten Personen im Straßenverkehr starben im vergangenen Jahr 1575 Autofahrer, 587 Motorradfahrer, 523 Fußgänger und 396 Radfahrer. Am gefährlichsten geht es dabei in den Ländern Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen zu: Je eine Million Einwohner starben in Sachsen-Anhalt 61 Menschen bei Verkehrsunfällen. In den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg gab es deutlich weniger Verkehrstote je eine Million Einwohner. Zugelassen wurden im Jahr 2014 insgesamt 2,9 Prozent mehr Pkw als im Vorjahr.

          Das Statistische Bundesamt untersuchte auch die Mobilität zwischen den einzelnen Bundesländern. Im Jahr 2013 zogen mehr als eine Million Deutsche in ein anderes Bundesland. Nordrhein-Westfalen verlor etwa 17.000 Menschen, Bayern gewann hingegen etwa 14.000 Menschen hinzu. Im selben Jahr wanderten aus Deutschland 657.600 ausländische und 140.300 deutsche Bürger aus. Insgesamt lebten im vergangenen Jahr 8,2 Millionen ausländische Menschen in Deutschland, das waren 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Von ihnen stammen 3,7 Millionen aus EU-Ländern, 364.000 aus Afrika, 246.000 aus Amerika und 1,1 Millionen aus Asien. Im Jahr 2013 erlangten 112.000 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit.

          Ilka Willand und Dieter Sarreither vom Statistischen Bundesamt stellten am Mittwoch in Berlin das Statistische Jahrbuch vor.
          Ilka Willand und Dieter Sarreither vom Statistischen Bundesamt stellten am Mittwoch in Berlin das Statistische Jahrbuch vor. : Bild: dpa

          Von den 173.072 Menschen, die im vergangenen Jahr einen Asylantrag in Deutschland stellten, stammt der Großteil aus Syrien (23 Prozent), Serbien (10 Prozent), Eritrea (8 Prozent), Afghanistan und Albanien (jeweils 5 Prozent). Insgesamt erhielten 225.000 Personen im Jahr 2013 Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Der Großteil stammte aus Asien (91.671 Menschen), Europa (85.540) und Afrika (37.513). Die Bruttoausgaben für diese Leistungen lagen insgesamt bei 1,5 Millionen Euro.

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