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Elternzeit : Wo die Väter zu Hause bleiben

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Ein Vater und seine zwei Kinder werfen Schatten Bild: dpa

Die meisten Väter bleiben nach der Geburt nur zwei Monate zu Hause. Aber es gibt deutliche Unterschiede – und einige überraschende Städte, in denen die Väter mehr Pause machen.

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          Elternzeit für Väter – wenn das in Deutschland irgendwo passiert, dann in den Städten, wenn auch nicht unbedingt in den Großstädten. Eine neue Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt: Es sind eher die mittelgroßen Städte, in denen junge Väter lange Auszeiten nehmen, oft Städte mit großen Universitäten: Bonn und Münster, Jena und Halle an der Saale, Freiburg und Heidelberg. Mit Berlin und Köln stehen auch zwei Großstädte in der Rangliste weit oben.

          Generell nehmen nach wie vor die meisten Väter nur die zwei Monate Elternzeit, die sie nicht an die Mutter abtreten können, um noch Geld dafür zu bekommen – zumindest ergibt sich dieser Eindruck aus der Elterngeld-Statistik des Bundes für das vergangene Jahr. Drei von vier Vätern beantragten die Elternzeit für zwei Monate. Deshalb bekommen die Väter insgesamt weniger Geld ausgezahlt: Sie bekommen über alle Monate insgesamt durchschnittlich 3.500 Euro ausgezahlt, die Frauen 9.200 Euro.

          Nirgends nimmt mehr als die Hälfte der Väter eine lange Elternzeit

          In Großstädten wie München, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart oder Düsseldorf nehmen ebenfalls überdurchschnittlich viele Väter längere Elternzeiten, an der Spitze der Rangliste stehen diese Städte allerdings nicht. Besonders wenig Pause machen die Väter in ländlichen Regionen, vor allem in Bayern: in Memmingen, im Kreis Dingolfing-Landau, um Straubing oder im Unterallgäu.

          Sogar in den Universitätsstädten ist es allerdings immer noch mindestens die Hälfte der Väter, die sich auf zwei Monate beschränkt. Zwar steigt die Zahl der Elterngeld-Bezieher unter Männern schneller als unter Frauen, insgesamt aber wird nicht mal jeder zehnte Elterngeld-Monat in Deutschland von einem Mann genommen.

          Die Statistik zeigt auch: Das Elterngeld Plus, in dem Elterngeld und Teilzeit kombiniert werden, wird vor allem von Frauen in Anspruch genommen. 2017 hat sich jede vierte Elterngeld beziehende Frau für diese Variante entschieden.

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