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Hochkonjunktur : Forscher warnen vor Überhitzung der deutschen Wirtschaft

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Die deutsche Wirtschaft wächst schneller – als gut für sie ist. Zu diesem Schluss kommen Forscher des Instituts für Weltwirtschaft. Bild: dpa

Die Konjunkturforscher vom Institut für Weltwirtschaft rechnen in diesem Jahr mit starkem Wachstum. Was erst einmal positiv klingt, kann auch zu Risiken führen: „Die deutsche Wirtschaft steigert ihre Leistung schneller, als ihr guttut“, warnen die Forscher.

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          Das Kieler IfW-Institut warnt vor einer Überhitzung der deutschen Wirtschaft. „Eine Hochkonjunktur fühlt sich gut an, sie ist aber gesamtwirtschaftlich schädlich“, erklärten die Forscher und Regierungsberater am Donnerstag.  Sie erhöhen ihre Prognose für die Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,3 Prozentpunkte auf 2 Prozent für das Jahr 2017 und um 0,2 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent für das Jahr 2018.Für 2019 erwarten sie einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,1 Prozent.

          Wegen der Konjunktur soll EZB die Zinsen erhöhen

          Damit nehme die Überauslastung zu, was eine schmerzhafte spätere Korrektur wahrscheinlicher werden ließe. „Die deutsche Wirtschaft steigert ihre Leistung schneller, als ihr guttut.“ Die stark anziehende Konjunktur im  Euroraum spreche außerdem für eine Abkehr der EZB von der Niedrigzinspolitik: „Die Europäische Zentralbank hat keinen Grund mehr, noch länger an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten“, sagt IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths.

          „Die Übertreibungen im Boom verführen die privaten Akteure zu Fehlentscheidungen – meist flankiert von einer allzu leichtfertigen Wirtschaftspolitik“, so Kooths. Geschäftsmodelle, die nur im Boom funktionieren, müssten früher oder später wieder kassiert werden. Ähnlich sei es mit staatlichen Leistungen, denen die nachhaltige Finanzierung fehle. „Insgesamt werden so knappe Mittel fehlgelenkt und der Strukturwandel gehemmt.“

          Die deutsche Wirtschaft war im ersten Quartal um 0,7 Prozent gewachsen und dann im Frühjahr mit 0,6 Prozent. Leichte Dämpfer bei Konjunktur-Daten vom Juli signalisieren laut Ökonomen allerdings, dass das Wachstum im laufenden Sommerquartal etwas an Tempo einbüßen könnte.

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