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Disney-Kommentar : Star Wars gegen Netflix

Imperiale Sturmtruppen in einer Szene aus dem Film „Rogue One“ Bild: dpa

Auf die kommenden Umwälzungen ist von den Hollywood-Konzernen keiner so gut gerüstet wie Disney. Das liegt auch daran, dass das Unternehmen Luke Skywalker & Co. nicht nur auf der Leinwand Geld machen kann.

          Die Unterhaltungsindustrie sieht sich gewaltigen Herausforderungen gegenüber. Immer mehr Menschen sehen Videodienste wie Netflix als Alternative zum Kabelanschluss oder zum Kinobesuch. Das trifft nicht nur Kabelanbieter und Kinobetreiber, sondern auch die Film- und Fernsehstudios, die um die Bedeutung der klassischen Verwertungskanäle für ihre Produktionen fürchten müssen.

          Aber auch im Zeitalter veränderter Sehgewohnheiten kommt es noch immer in erster Linie auf die Inhalte an. Das zeigt sich allein darin, dass Netflix seine Bibliothek mit immer mehr eigenem Material bestückt. Wahrscheinlich ist daher von den traditionellen Hollywood-Konzernen keiner für diese Umwälzungen so gut gerüstet wie Disney. Das Unternehmen hat eine Fülle an Stoffen, die sich wieder und wieder verwerten lassen, wie jetzt die Ankündigung einer neuen Star-Wars-Trilogie unterstreicht.

          Dabei ist Disney noch nicht einmal so abhängig von Kinoerfolgen wie meisten Wettbewerber, denn die Rechte an Inhalten wie Star Wars lassen sich auch an anderen Stellen des Konzerns wie in den Freizeitparks zu Geld machen. Disneys Verwertungsmaschinerie sucht in der Branche ihresgleichen, und das bringt den Konzern auch in der Netflix-Welt in eine gute Ausgangsposition.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

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