https://www.faz.net/-gqe-shng

Standort Deutschland : Schwach ausgeprägte „Kultur der Selbständigkeit“

  • Aktualisiert am

Die öffentlichen Förderprogramme für Existenzgründungen zählen nach einer Studie zu den Stärken Deutschland. Im internationalen Vergleich sind die Deutschen aber sehr pessimistisch hinsichtlich ihrer Chancen auf eine erfolgreiche Gründung.

          Die öffentlichen Förderprogramme für Existenzgründungen zählen nach einer Studie zu den Stärken des Standorts Deutschland. Bei der Bereitstellung von Eigen- und Fremdkapital durch Beteiligungsgesellschaften, Banken und Sparkassen hapere es dagegen, schreiben die Autoren der aktuellen Untersuchung Global Entrepreneurship Monitor, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

          Die Studie analysiert jährlich Unternehmensgründungen und ihr Umfeld im internationalen Vergleich. Mehr als 100.000 Bürger in 35 Ländern und rund 1.300 Gründungsexperten wurden dafür befragt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die KfW Bankengruppe und das Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Universität Hannover präsentierten den deutschen Länderbericht.

          Wenig Bereitschaft zur Übernahme von Risiken

          Darin stellen die Experten fest, daß die „Kultur der Selbstständigkeit“ hier zu Lande nur schwach ausgeprägt sei. „Bei der Wertschätzung des Unternehmertums und der Bereitschaft zur Übernahme von Risiken haben wir in Deutschland noch Nachholbedarf“, sagte IAB- Vizedirektor Ulrich Walwei.

          Im internationalen Vergleich sind die Deutschen sehr pessimistisch, was Gründungschancen anbelangt. Die Angst vor dem Scheitern halte sie relativ häufig davon ab, ein Unternehmen zu gründen, berichtete der Wirtschaftsgeograph Rolf Sternberg von der Universität Hannover.

          Weitere Themen

          Neuer Interessent für Osram

          Bieterwettstreit? : Neuer Interessent für Osram

          Überraschend ist die österreichische AMS als Bieter für den Münchner Lichttechnik-Konzern auf den Plan getreten. Er will den Finanzinvestoren Bain und Carlyle Paroli bieten. Der Osram-Vorstand hat größte Bedenken.

          Topmeldungen

          Donald Trump am 12. Juli in Milwaukee

          Provokation auf Twitter : Trumps Spiel mit dem Feuer

          Auf Twitter beleidigt Amerikas Präsident vier Parlamentarierinnen rassistisch. Mit der Provokation will er Konflikte unter den Demokraten schüren – und scheitert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.