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Tarifverhandlungen : Stahlkocher bekommen 3,7 Prozent mehr Geld

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Die 72.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie bekommen künftig mehr Geld. Die Arbeitgeber und die Gewerkschaft IG Metall einigten sich auf einen neuen Tarifvertrag.

          Bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben Arbeitgeber und IG Metall einen Durchbruch erzielt. Die rund 72.000 Stahlkocher sollen ab März 2019 demnach 3,7 Prozent mehr Geld erhalten, teilte die IG Metall NRW am Sonntagmorgen nach der fünften Verhandlungsrunde mit. Für Januar und Februar gebe es eine Einmalzahlung von 100 Euro. Ab 2020 bekämen alle Beschäftigten zusätzlich dauerhaft 1000 Euro. Dies könne in bis zu 5 freie Tage umgewandelt werden. Die Tarifverträge zu Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung und den Einsatz von Werkverträgen wurden verlängert. Die Vereinbarung laufe bis Ende Februar 2021.

          NRW-IG Metallchef Knut Giesler sagte, man habe eine ordentliche Entgelterhöhung erreicht. „Gerade die unteren Entgeltgruppen profitieren besonders von den 1000 Euro zusätzlicher tariflicher Vergütung.“ Damit habe der Vertrag eine starke soziale Komponente. Mit den Regelungen für mehr freie Tage in der Stahlbranche setze die IG Metall ihre arbeitszeitpolitische Offensive fort. Nach dem Abschluss in der Metall- und Elektroindustrie sei ihr in einer weiteren großen Branche ein Durchbruch für mehr Arbeitszeitsouveränität gelungen. „Damit tragen wir dem Wunsch der Beschäftigten nach mehr Selbstbestimmung, Entlastung und mehr Freiräumen für das Private Rechnung.“

          Die IG Metall hatte in den vergangenen Wochen mit Warnstreiks auch bei Branchengrößen wie Thyssen-Krupp und Arcelor-Mittal den Druck erhöht. Sie hatte sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert und ein zusätzliches Urlaubsgeld von 1800 Euro geben, das auch in Freizeit umgewandelt werden kann.

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