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Katastrophenhilfe : Die Flut und das Geld

Wenn das Wasser alles raubt: Dieses Haus in Marienthal an der Ahr wurde von den Fluten zerstört. Bild: Lucas Bäuml

Der Staat verspricht, nach dem Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen alle Schäden auszugleichen. Wozu braucht es dann aber das Geld aus Spenden und Versicherungen?

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          Eigentlich verbringt der Finanzminister gerade seinen Urlaub im Allgäu, um Kraft zu schöpfen für die letzte Phase des Wahlkampfs – für die Wochen also, in denen er nach der Selbstdemontage der beiden Konkurrenten am lang ersehnten Aufschwung seiner Sozialdemokraten arbeiten wollte. Dann aber kam die Flut, und der Ressortchef machte an der Seite von Markus Söder einen Ausflug ins nahe bayerische Überschwemmungsgebiet – und anschließend nach Berlin, um im Bundeskabinett das erforderliche Kleingeld für die Nothilfen zu beschließen. Seine Sache ist weniger der markige Auftritt in Gummistiefeln als vielmehr die nüchterne finanzielle Rückversicherung für die Betroffenen.

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Nichts könne das Leid derjenigen mildern, die Angehörige in den Fluten verloren hätten, betonte Olaf Scholz in der Hauptstadt, als er an der Seite des christsozialen Innenministers Horst Seehofer über die Hilfszahlungen referierte. Aber alles, was sich materiell ausgleichen lässt, will der Staat ausgleichen: Daran ließen die beiden Politiker keinen Zweifel, der Mann mit der Kanzler-Ambition genauso wie der CSU-Politiker, der im Herbst gemeinsam mit der Bundeskanzlerin in Pension geht und keinen Tag vorher, was zuletzt eines der sehnlichsten Ziele seines politischen Wirkens war.

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