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Sportartikel : Puma auf steilem Wachstumspfad

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Puma springt der Konkurrenz davon Bild: dpa

Der Sportartikelhersteller Puma hat bereits nach neun Monaten seine Gewinnziele für das Gesamtjahr erreicht.

          Nach Rekordmarken im dritten Quartal 2002 hat der Sportartikelhersteller Puma seine Ziele nochmals erhöht. Vorstandschef Jochen Zeitz sagte, für das Gesamtjahr werde ein Umsatzwachstum von fast 50 Prozent auf 880 bis 890 Millionen Euro erwartet. Der Vorsteuergewinn solle „als Minimalziel“ 115 Millionen Euro erreichen. Langfristig sieht Zeitz weitere Wachstumschancen für den Herzogenauracher Sportartikelhersteller.

          Zwar werde es zu einer gewissen Abflachung kommen. „Es ist logisch, dass sich Wachstumsraten von 50 Prozent auf Dauer nicht fortsetzen lassen“, sagte Zeitz. In absoluten Zahlen erwarte man aber auch weiterhin deutliche Steigerungen. „Wir sehen noch zusätzliches Potenzial.“ So zeige der Auftragsbestand für die nächsten sechs Monate erneut ein starkes Plus. Auf dem deutschen Markt sei es Puma gelungen, sich von der Marktschwäche abzukoppeln. Der Umsatzzuwachs bewege sich hier im deutlich zweistelligen Bereich.

          Schuhe, Textilien und Accessoires

          „Trotz des anhaltend schwierigen Marktumfeldes kann Puma seine Position als eine der am schnellsten wachsenden Firmen in der Sportartikelindustrie weiterhin behaupten“, hieß es im Quartalsbericht des Unternehmens. Insbesondere Schuhe hätten sich positiv entwickelt, aber auch bei Textilien und Accessoires. Und auch die Puma-Markenumsätze seien deutlich gestiegen

          Marschrichtung Lifestyle-Marke

          Das starke Wachstum der vergangenen Jahre begründete Zeitz mit Investitionen in die Marke. „Puma ist ein enorm starker Markenname, dessen Potenzial so noch nicht genutzt war“, sagte er. Der weltweite Bekanntheitsgrad liege bei 90 Prozent. Zeitz bekräftigte das Ziel, Puma zur begehrtesten Sportlifestylemarke der Welt zu machen. Die Abhängigkeit von Trends und Moden sei dadurch zwar gegeben, die Risiken seien aber für Puma nicht größer als für andere Hersteller.

          „Wir sprechen offen darüber, dass wir eine Lifestylemarke sind, andere tun das weniger“, sagte Zeitz. „Aber die gesamte Branche ist abhängig von Verbrauchern, die die Produkte nicht nur für den Sport kaufen.“ An diesem Donnerstag will PUMA in Frankfurt am Main die erste eigene Sportboutique in Deutschland eröffnen. Bis zum Jahresende soll es weltweit etwa 15 solche Geschäfte geben.

          Überdurchschnittliche Wertentwicklung erwartet

          Nach Ansicht eines Analysten der Bank Credit Suisse First Boston (CSFB) sind die Geschäftzahlen für das dritte Quartal von Puma besser als erwartet ausgefallen. Auch der Ausblick für das Gesamtjahr sei ermutigend. Er bestätigt die Erwartung einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung der Puma-Aktie und erwägt die Erhöhung des aktuellen Kurszieles von 86,60 Euro.

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