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Werbeverträge : Sponsoren halten Klopp die Treue

Jürgen Klopp Bild: dpa

Jürgen Klopp war immer auch ein Liebling der Werbewirtschaft. Das bleibt nach seinem Abgang aus Dortmund so. Zum Abschied von den Borussen hat Opel gleich ein neues Plakat gestaltet.

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          Manchmal muss es in der Werbung schnell gehen, so auch jetzt nach dem Abschied von Jürgen Klopp als Trainer beim BVB. „Entwarnung: Klopp bleibt schwarz-gelb“, twitterte Opel-Marketingchefin Tina Müller am Abend nach der Pressekonferenz und präsentierte sogleich ein eigens gestaltetes Plakat der Hamburger Werbeagentur Scholz & Friends. An seinem prominenten Werbegesicht – seit 2012 steht Klopp in den Diensten von Opel – will der Autohersteller auch dann festhalten, wenn der zumindest fußballerisch demnächst in einer anderen Farbkombination antritt.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Klopp genießt seit jeher nicht nur die Sympathien der Fans, sondern auch die der werbetreibenden Wirtschaft. In den derzeit wieder ausgesprochen beliebten Kampagnen mit prominenten Gesichtern ist er gefühlt allgegenwärtig. Erst Ende März verpflichtete die Deutschen Vermögensberatung (DVAG) „Kloppo“ als Markenbotschafter, wo er sich in illustrer Gesellschaft etwa mit der Schlagersängerin Helene Fischer befindet. Der Vertrag läuft über drei Jahre, Klopp soll unter anderem als Referent in der Weiterbildung der rund 14.000 hauptamtlichen DVAG-Vermögensberater auftreten. Auch der Finanzvertrieb will von diesen Plänen nach Klopps Abschied vom BVB nicht abrücken: „Die Zusammenarbeit bleibt bestehen“, sagte eine Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage.

          Daneben hat der studierte Diplom-Sportwissenschaftler Werbeverträge mit dem Sportartikelhersteller Puma und der Rasierersparte von Philips. Außerdem gibt es einen Lifestyleanbieter für Mode und Spirituosen (Skiclub Kampen), ein Brillenunternehmen (Luxottica) sowie einen Uhrenhersteller (TW Steel), die ihn mit ihren Produkten ausstatten. Klopp soll durch seine Werbeengagements insgesamt mehr als 2 Millionen Euro im Jahr verdienen. Was die Automarke angeht, zeigte sich Klopp im Laufe seiner Karriere übrigens flexibel: Auch für Mitsubishi und Seat hielt er in der Vor-Opel-Zeit schon einmal sein Gesicht hin.

          Laut einer Studie der Zeitschrift „Absatzwirtschaft“ war der Noch-BVB-Trainer im vergangenen Jahr der am meisten wahrgenommene Prominente in der Werbung und blieb den Konsumenten besser im Gedächtnis als etwa Thomas Gottschalk, Helene Fischer und Dirk Nowitzki. In einer Analyse der Agentur Celebrity Performance, die TV-Kampagnen mit Prominenten zwischen Juni 2013 und Juni 2014 untersuchte, stand Klopp gleichwohl nur an sechster Stelle. 33 Millionen Euro gaben die Unternehmen für Werbespots mit ihm aus. Thomas Gottschalk brachte es auf knapp 40Millionen Euro.

          Interessante Einblicke bieten auch die einschlägige Einkommensranglisten: Das Magazin „France Football“ führt Klopp in seiner jüngsten Erhebung mit einem Jahreseinkommen (inklusive Vermarktung) von 7,2 Millionen Euro an Position neun der bestverdienenden Trainer. Kein anderer deutscher Kollege kann mehr einspielen. Die Topbezahlung erhält José Mourinho (Chelsea) mit angeblich 18 Millionen Euro pro Saison, Bayern-Trainer Pep Guardiola soll 15,2 Millionen Euro bekommen.

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