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SPD sieht ihre Chance : Merkels Machtschwund

Merkels Machtverlust – Scholz’ Strategie Bild: dpa

Grundsteuer, Grundrente, Maklerkosten: Die SPD versucht, das Machtvakuum in der CDU auszunutzen. Hat die Kanzlerin wirklich noch alles im Griff?

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          Ein Gespräch mit dem Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, die Inbetriebnahme eines Offshore-Windparks auf Rügen, ein Treffen mit dem Präsidenten der Republik Kirgistan, die Kabinettssitzung: Auch rund um Ostern absolviert die Kanzlerin etliche dienstliche Termine. Und doch wachsen in Berlin die Zweifel, ob Angela Merkel wirklich noch alles im Griff hat. Es ist ihr viertes Kabinett, ihre dritte große Koalition, auch wenn das Attribut groß in Anbetracht der Stimmenverluste der sich zunehmend misstrauisch beäugenden Partner längst nicht mehr passt.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          In der Union richten sich die Blicke mehr und mehr auf Merkels Nachfolgerin an der Spitze der CDU: Annegret Kramp-Karrenbauer tritt auf, wo Merkel früher selbst gewesen wäre. Die Kanzlerin regiert immer präsidialer. Schwindet im vierzehnten Jahr ihrer Kanzlerschaft die Kraft oder der Wille, sich im Klein-Klein der Innenpolitik aufzureiben? Die Anzeichen verdichten sich, dass die SPD das Vakuum im Kanzleramt nutzt, um sich mit eigenen Projekten in Szene zu setzen.

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