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SPD-Fraktionschef Mützenich : „Der Staat braucht mehr Geld“

Rolf Mützenich leitet die Bundestagsfraktion der SPD Bild: Andreas Pein

SPD-Fraktionschef Mützenich im F.A.S.-Interview über höhere Steuern, neue Schulden, die Zukunft der Koalition. Und die Frage was die Sozialdemokraten von Millionären fordern.

          6 Min.

          Herr Mützenich, wozu brauchen wir heute die SPD?

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Konrad Schuller

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Die SPD macht das Land gerechter. Wir brauchen weiter sozialdemokratisches Regieren. Das bedeutet konkrete Hilfe und Unterstützung für arbeitende und vermögenslose Menschen, die ihr Auskommen erhalten und für ihre Kinder etwas erreichen wollen. Ich selbst habe als Arbeiterkind in den siebziger Jahren den Aufstieg durch Bildung geschafft. Gerade das wird angesichts der Digitalisierung wieder zu einer existentiellen Frage.

          Sie wollen also die Aufstiegswilligen vertreten, weniger die Abgehängten?

          Aufstieg und Existenzsicherung sind doch keine Gegensätze. Mein Fokus liegt auf dem Thema Arbeit. Auch diejenigen, die man als abgehängt bezeichnet, würden weiterhin gerne arbeiten – beispielsweise jene, die sich bei mir im Wahlkreis in der Trabantenstadt Chorweiler teils seit Generationen mit Transferleistungen über Wasser halten.

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