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Sparmaßnahmen in Ingolstadt : Audi streicht Nachtschicht

  • Aktualisiert am

Ein Audi A4 Bild: Audi

Produktionsrückgänge veranlassen Audi, im Werk am Standort Ingolstadt auf die Kostenbremse zu drücken. Die Zahl der Nachtschichten wird reduziert.

          Im Zuge der Sparmaßnahmen will der Autohersteller Audi zum Mai eine Dauernachtschicht in Ingolstadt streichen. Darauf hat sich nach Angaben des Unternehmens die Standortleitung mit dem Betriebsrat geeinigt. Das reduzierte Produktionsvolumen am Standort Ingolstadt lasse sich ohne diese Dauernachtschicht langfristig erreichen und stelle so eine wirtschaftlichere Schichtfahrweise sicher, teilte der Konzern am Dienstag mit.

          Betroffen ist demnach die Montagelinie 1, auf der in der Nacht die Modelle A4 und A5 montiert werden. Die Mitarbeiter aus der Dauernachtschicht würden für die aktuellen Herausforderungen neuer Fahrzeugprojekte wie den Neuanlauf der Audi A3 Limousine und des Audi A3 Sportback dringend gebraucht, hieß es von Audi.

          Betroffen sollen rund 450 Mitarbeiter sein, die direkt an der Montagelinie arbeiten, sowie eine unbestimmte Zahl von Beschäftigten aus angrenzenden Bereichen. Zu Entlassungen komme es nicht. Am Stammwerk in Ingolstadt gilt ein Kündigungsschutz bis 2025.

          Im vergangenen Jahr hatte Audi – wohl vornehmlich wegen der Probleme bei der Umstellung auf den neuen Abgasmessstandard WLTP – nur noch 1,8 Millionen Autos verkauft und ist damit weit hinter Mercedes und BMW zurückgefallen. Der Umsatz sank auf 59,2 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn brach um 24 Prozent ein auf 3,53 Milliarden Euro.

          Vor wenigen Tagen kündigte der Autohersteller ein Sparprogramm sowie den Abbau von Stellen an. Entlassungen werde es dabei aber nicht geben, hieß es. „Wenn Kollegen in den Ruhestand gehen, stellen wir den Ersatzbedarf auf den Prüfstand“, hatte Finanzvorstand Alexander Seitz gesagt. Zudem will sich Audi stärker auf Elektromobilität konzentrieren.

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