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Spanische Regionen : Auch Andalusien braucht Milliardenhilfe

  • Aktualisiert am

Straßenszene in Sevilla Bild: AFP

Nach Katalonien, Murcia und Valencia heben auch die Regionalpolitiker im südspanischen Andalusien die Finger: Die Region will Hilfe aus dem Hilfstopf der Zentralregierung für klamme spanische Regionen. Andalusien braucht eine Milliarde Euro sofort.

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          Die Finanzlage der spanischen Regionen spitzt sich weiter zu: Nach den hochverschuldeten Regionen Katalonien, Murcia und Valencia will auch das südspanische Andalusien bei der Zentralregierung in Madrid Finanzhilfen in Milliardenhöhe beantragen. Eine Sprecherin der Regionalregierung sagte am Montag, Andalusien benötige einen sofortigen Vorschuss von einer Milliarde Euro. Diese Summe solle ausgezahlt werden, noch bevor die Bedingungen für den Zugang der Regionen zu dem Fonds festgelegt seien. Andalusien benötige das Geld, „um flüssig zu sein“. Wieviel Geld Andalusien insgesamt beantragen will, blieb zunächst offen.

          Die spanische Regierung richtet derzeit einen Fonds zur Unterstützung der Regionen im Umfang von 18 Milliarden Euro ein, er soll nach den Worten von Wirtschaftsminister Luis de Guindos „in den kommenden Wochen“ einsatzfähig sein.

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          In der vergangenen Woche hatte die katalanische Regionalregierung erklärt, sie benötige von Madrid Finanzhilfen in Höhe von etwa 5 Milliarden Euro.

          Valencia hatte wenig später angekündigt, mehr als 4,5 Milliarden Euro Unterstützung aus Madrid beantragen zu wollen.

          Bereits im Juli hatte die südostspanische Region Murcia um Hilfen in Höhe von rund 300 Millionen Euro gebeten.

          Spanien befindet sich seit dem Platzen einer Immobilienblase im Jahr 2008 in einer Abwärtsspirale. Madrid hat beim Euro-Rettungsfonds Milliarden-Hilfen zur Sanierung seiner Banken beantragt. Einen Hilfsantrag für das Land an sich will die spanische Regierung vermeiden.

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