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Sorgen um Spanien und Portugal : Zurück in die große Krise

Zweckentfremdet:ein provisorisches Krankenhaus in einem Ausstellungs-Pavillon in Madrid. Bild: AFP

Die Wirtschaft der einstigen europäischen Sorgenkinder Portugal und Spanien hatte sich gerade wieder erholt – nun ist alles in Gefahr. Die beiden Staaten versuchen zu reagieren.

          3 Min.

          Der Exodus der Touristen ist dramatisch und gefährdet die wirtschaftlichen Erfolge von mehr als einem Jahrzehnt. Das Coronavirus breitet sich auf der Iberischen Halbinsel rasend schnell aus: In Spanien haben sich bis Montag mehr als 33.000 Menschen infiziert, fast 2200 Menschen kamen ums Leben. Im Nachbarland Portugal wurden mehr als 2000 Infizierte und 23 Todesfälle registriert. Fluchtartig haben die Touristen die Region verlassen. Ihren ausländischen Besuchern verdanken Spanien und Portugal den Aufschwung, der die letzte große Krise beendete.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Vor zwölf Jahren standen beide Staaten in der europäischen Staatsschuldenkrise kurz vor dem Bankrott; internationale Geber mussten der Regierung in Lissabon mit einem Rettungspaket im Wert von 78 Milliarden Euro zur Hilfe kommen. Nun wächst die Gefahr, dass die Pandemie auf der Iberischen Halbinsel die Konsolidierung der vergangenen Jahre zunichtemacht. Traumatische Erinnerungen an die gerade erst überwundene Euro-Krise werden wach. Fast so sehr wie das Virus fürchten viele Spanier und Portugiesen den Verlust ihrer Arbeitsplätze.

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