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Spanien : Die Fusion der Sparkassen ist ins Stocken geraten

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Die Bau- und Immobilienkrise hat die spanische Finanzbranche schon vor längerer Zeit erreicht, und zwar in erster Linie die Sparkassen. Schon vor zwei Jahren warnte die spanische Zentralbank, dass viele der 45 Sparkassen nur durch Fusionen überleben könnten.

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          Die Bau- und Immobilienkrise hat die spanische Finanzbranche schon vor längerer Zeit erreicht, und zwar in erster Linie die Sparkassen. Schon vor zwei Jahren warnte die spanische Zentralbank, dass viele der 45 Sparkassen nur durch Fusionen überleben könnten. Die Regierung richtete daraufhin vor allem mit Blick auf die Sparkassen im Sommer 2009 einen Bankenhilfsfonds ein.

          Michael Psotta
          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Immobilienteil.

          Dieser sogenannte Fondo de reestructuración ordenada bancaria (Frob) wurde mit 99 Milliarden Euro dotiert. Davon wurden bisher 11 Milliarden Euro genehmigt. Sie dienen dem Ausgleich von Verlusten durch die Abschreibung fauler Kredite, aber auch zur Deckung der Kosten, die durch die geplanten Fusionen etwa durch Personalabbau und die Schließung von Filialen entstehen. Der Fusionsprozess, der die Zahl der Sparkassen auf 17 verringern soll, ist allerdings ins Stocken geraten.

          Das liegt auch daran, dass die Regionalpolitik in den Führungsgremien mitredet. Fachleute erwarten, dass die 11 Milliarden Euro zur Sanierung des Bankensystems nicht ausreichen. Die Ratingagentur Moody's hat in einem Stress-Szenario den Verlust der spanischen Banken im schlimmsten Fall auf gut 300 Milliarden Euro geschätzt. Immerhin stehen die privaten Großbanken des Landes dank internationaler Diversifizierung bisher noch relativ gut da.

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