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Gesundheitsminister Spahn : „Lieber weniger Leiharbeit in der Pflege“

  • Aktualisiert am

Besseres Gehalt und mehr Investitionen: In der Pflege ist einiges zu tun, findet Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Bild: AFP

Wer Pflegekraft wird, soll mehr Geld verdienen, sagt Gesundheitsminister Spahn. Und das ist lange nicht das einzige, was sich seiner Ansicht nach in diesem Bereich ändern muss.

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          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plädiert dafür, Pflegekräften besser zu bezahlen und Milliarden in diesem Bereich zu investieren. „Ich finde, so 2500, 3000 Euro sollte möglich sein, im Pflegeberuf zu verdienen“, sagte Spahn im ZDF-Morgenmagazin mit Blick auf den monatlichen Verdienst für eine Pflegekraft nach Abschluss der Ausbildung. Zudem müsse dafür gesorgt werden, dass mehr der Beschäftigten wieder Tarifverträgen unterliegen, was derzeit für den Großteil nicht der Fall sei. „Das wollen wir ändern“, sagte der Minister. Er machte klar: „Am Ende müssen übrigens auch Milliarden investiert werden.“

          In mehr Verstaatlichungen im Pflegebereich sieht Spahn indes keine Lösung. Er setze vielmehr auf eine Vielfalt von Trägern. Wichtig sei, dass die Arbeitsbedingungen überall stimmten. Die Leiharbeit im Pflegebereich mache die Dinge nach Spahns Auffassung angesichts der aktuellen Probleme mit der Stellenbesetzung eher schwieriger als leichter. „Ich hätte lieber weniger Leiharbeit in der Pflege und mehr Festangestellte“, sagte Spahn. Es müsse nun darum gehen, über mehr Ausbildung, Umschulung und Anwerbung von Kräften aus dem Ausland dafür zu sorgen, dass die geplanten 13.000 zusätzlichen Stellen besetzt werden können.

          Zuvor hatte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat die Betreiber von Altenpflegeheimen dazu aufgefordert, zugunsten einer besseren Betreuung auf Gewinn zu verzichten. Die geplante Pflegereform werde „nicht einfach, weil man dabei auch Pfründe antasten muss“, sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Zum Beispiel, weil für die Betreiber von manchen Pflegeheimen weniger Gewinn übrigbleibt.“ Die Pflege müsse der Gesellschaft etwas wert sein. „Das wird auch etwas kosten. Da brauchen wir nicht drum herum zu reden.“

          Zugleich begrüßte die Ministerin, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Montag ihr Versprechen einlöst und in Paderborn einen Altenpfleger besucht, der sich in einer Fernsehdiskussion mit Merkel kritisch zu den Arbeitsbedingungen in der Pflege geäußert hatte. Die Regierung wolle die Situation verbessern und dem Beruf ein besseres Ansehen verschaffen, sagte Giffey. „Ich hoffe, junge Menschen sagen in zehn Jahren: Das ist ein cooler Job – spannende Aufgaben, gutes Einkommen, faire Arbeitsbedingungen und die Zeit, sich wirklich Menschen zu widmen.“

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