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Spät bezahlt : Schlechte Zahlungsmoral kostet Europas Firmen 350 Milliarden Euro

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Schlechte Zahlungsmoral: Viel Arbeit für Inkassodienstleister Bild: ZB

Europas Unternehmen verlieren durch zu spät beglichene Rechnungen und Zahlungsausfälle jedes Jahr viel Geld. Eine Studie zeigt große Unterschiede in verschiedenen Ländern.

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          Unternehmen in Europa haben im vergangenen Jahr durch zu spät beglichene Rechnungen oder Zahlungsausfälle insgesamt 350 Milliarden Euro verloren. Dies seien sieben Prozent mehr als im Vorjahr, teilte der schwedische Inkassodienstleister Intrum Justitia unter Berufung auf seine jährliche Erhebung unter 9800 Firmen in 29 EU-Ländern am Montag mit. Der Gesamtbetrag entspreche drei Prozent aller Forderungen. Experten erkennen in den Zahlen Hinweise darauf, dass vor allem kleine Unternehmen unter der schlechten Zahlungsmoral leiden und verstärkt in die Insolvenz getrieben werden könnten.

          Die Studie zeigt große Unterschiede im Zahlungsverhalten der nördlichen und südlichen EU-Länder. Während Firmen in Griechenland, Zypern, Ungarn und Portugal besonders gefährdet sind, auf unbeglichenen Rechnungen sitzenzubleiben, ist das Risiko in Deutschland, der Schweiz und Österreich deutlich kleiner. Trotzdem sehe es wegen des schlechteren Geschäftsklimas in keinem Land rosig aus, sagte Intrum-Justitia-Chef Lars Wollung.

          Allein in Deutschland rechneten knapp ein Drittel der Firmen im laufenden Jahr mit mehr Problemen durch zu spät bezahlte Rechnungen. Im Vorjahr hatten dies nur 21 Prozent der Befragten erwartet. Zugleich gäben Firmen ihren Kunden nun deutlich weniger Zeit, um Rechnungen zu begleichen, ergänzte Wollung.

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