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Verwirrung in Kalifornien : SpaceX-Rakete löst Ufo-Alarm aus

  • Aktualisiert am

Ein Ufo? Nicht ganz. Eine SpaceX-Rakete sorgte am Freitagabend in Kalifornien für Verwirrung. Bild: Reuters

Helles Licht, lange Rauchwolke: Augenzeugen an der amerikanischen Westküste haben am Freitagabend über ein seltsames Flugobjekt am Himmel gerätselt. SpaceX-Gründer Elon Musk konnte darüber nur lachen.

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          Aufregung an der amerikanischen Westküste: Am Freitag blitzte ein helles Objekt im Nachthimmel über der amerikanischen Metropole Los Angeles auf und zog eine spektakuläre Rauchwolke hinter sich her. Spekulationen im Internet über ein außerirdisches Flugobjekt wurden zum Leidwesen aller Ufo-Enthusiasten rasch enttäuscht: Es handelte sich um einen Start einer „Falcon 9“-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX.

          Mit der wiederverwendeten Rakete hat SpaceX zehn Kommunikationssatelliten ins All gebracht. Die unbemannte „Falcon 9“ startete am Freitagabend kurz nach Sonnenuntergang (Ortszeit) auf dem kalifornischem Luftwaffenstützpunkt Vandenberg, wie das Unternehmen mitteilte.

          Die Rakete war auch in benachbarten Bundesstaaten wie Arizona sichtbar. SpaceX-Gründer Elon Musk nahm den Hype um das angeblich unidentifizierte Flugobjekt mit Humor und postete ein Video der Rakete auf Twitter. Es handele sich um ein „nukleares Alien-UFO“ aus Nordkorea, scherzte er.

          Bei der Mission setzte SpaceX zum vierten Mal Satelliten für das neue Kommunikationssystem Iridium Next auf einer erdnahen Umlaufbahn aus. Das amerikanische Unternehmen Iridium will insgesamt 81 neue Satelliten ins All schicken, um sein weltweites Kommunikationsnetzwerk zu verbessern. SpaceX soll 75 der Satelliten ins All befördern. 40 sind nun bereits da. Die erste Stufe der „Falcon 9“-Rakete war bereits bei einem Iridium-Start im Juni genutzt worden.

          SpaceX will eine kostengünstige Alternative zu staatlichen Raumfahrtprogrammen bieten und hat bereits im Auftrag der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa die Internationale Weltraumstation ISS mit Nachschub versorgt. Kern des Programms ist die mehrfache Verwendbarkeit der Trägerraketen, die nach ihrem Einsatz im All wieder auf der Erde landen können.

          So mysteriös sah der Flug der „Falcon 9“ für Beobachter aus Long Beach in Kalifornien aus.

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