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Sozialtarife : Ausbaufähig

  • -Aktualisiert am

Nach dem Konzept von Umweltminister Sigmar Gabriel sollen Energiekonzerne einen Stromsozialtarif für Einkommensschwache einführen. Doch Gabriels Konzept ist ausbaufähig. Was ist beispielsweise mit den unsozial hohen Benzinpreisen?

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          Dieser Tage darf es bei Schwarz-Rot gern ein wenig mehr sein. Den (Mindest-)Lohn legt künftig die Regierung fest, die Sozialverträglichkeit der Managergehälter prüft der Bundestag, Großeltern, die demnächst ja bis 67 schuften müssen, ehe die schmale Rente winkt, können bei der Schwangerschaft ihrer minderjährigen Kinder nach der Eltern- eine Großelternzeit nehmen.

          An die schließt sich dann die Pflegezeit für die eigenen Eltern an. Wo immer weniger gearbeitet wird, weil um Amt und Mandat fürchtende Politiker die soziale Hängematte immer breiter machen, versiegen bald die Geldquellen.

          Warum keine rot-grüne Zapfsäule für Hartz-IV-Empfänger?

          Kein Wunder, dass sich Umweltminister Sigmar Gabriel nach Einnahmen umschaut. Sein Blick streift die Energiekonzerne. Diese sollen einen Stromsozialtarif einführen. Denn die Einkommensschwachen seien besonders von Preiserhöhungen betroffen. Gabriels Konzept ist ausbaufähig.

          Was ist mit den unsozial hohen Benzinpreisen? Warum keine rot-grüne Zapfsäule für Hartz-IV-Empfänger? Und vielleicht könnte Gabriels alter Gefährte aus Hannover, Altkanzler Gerhard Schröder, bei Präsident Wladimir Putin schon mal um einen Sozialtarif für Gas nachfragen?

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Wien.

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