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Online-Sucht : Unglücklich in der digitalen Welt

Nur nichts verpassen: Die Handynutzung kann anstrengend sein. Bild: Getty

Facebook, Whatsapp und Instagram: Junge Leute sind ständig online. Viele Erwachsene besorgt das. Doch wo beginnt die Sucht – und wie gefährlich ist das Dauerdaddeln?

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          Etwas höchst Bemerkenswertes geschah Anfang des Jahres: Einige Aktionäre von Apple, dem Konzern, der die Welt mit iPhones versorgt, warnten vor Smartphones (F.A.Z. vom 9. Januar): Die starke Nutzung der kleinen mobilen Computer mache Jugendliche unglücklich, depressiv und süchtig; das zeigten Studien. Diese Warnung dürfte viele deutsche Eltern beunruhigt haben, denn auch hierzulande steigt die Smartphonenutzung rasant. Nach der Mediennutzungsstudie JIM des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest besitzen schon gut 90 Prozent der 12-Jährigen ein Smartphone. Im Schnitt sind die 12- bis 19-Jährigen jeden Tag gut dreieinhalb Stunden (221 Minuten) im Netz unterwegs; vor zehn Jahren waren es erst gut eineinhalb Stunden gewesen.

          Lisa Becker

          Redakteurin in der Wirtschaft

          Bedeutet der starke Anstieg der Internetnutzung über das Handy, dass viele süchtig sind? Matthias Brand, Psychologieprofessor an der Universität Duisburg-Essen, rät, zuerst einmal die Begriffe zu sortieren: „Eine Smartphone-Sucht gibt es nicht. Man ist ja nicht abhängig vom Gerät, sondern von der Aktivität, die man damit ausübt.“ Internetsüchte sind die exzessive Nutzung von pornographischen Inhalten, die Online-Kaufsucht und der innere Zwang, auf sozialen Netzwerken wie Facebook unterwegs zu sein. Als Störung anerkannt ist bisher die Computerspielsucht.

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