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GAP-Verhandlungen : Wie die Landwirtschaft reformiert werden müsste

  • -Aktualisiert am

Sie haben Auslauf im Freien: Kälber auf einer Weide im bayrischen Irschenberg Bild: dpa

Die Verhandlungen über die Gemeinsame EU-Agrarpolitik stehen kurz vor dem Abschluss. Doch um die Landwirte für die Herausforderungen zu rüsten, bräuchte es grundlegende Reformen – oder sogar die Abschaffung der Direktzahlungen.

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          Die Corona-Krise hat die Herausforderungen der Landwirtschaft wie unter einem Brennglas offenbart: Als Helden der Grundversorgung gefeiert, sahen sich die Landwirte gleichzeitig mit steigenden Ansprüchen der Verbraucher konfrontiert. Die Nachfrage nach Bio-Produkten etwa stieg im Jahr 2020 um mehr als 20 Prozent. Der Trend, bewusster zu konsumieren, hat in der Krise einen kräftigen Schub erhalten. Ein wachsende Zahl an Kunden erwartet, dass die Landwirtschaft angesichts von Klimawandel und Artensterben Verantwortung übernimmt.

          Svea Junge
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Im vergangenen Jahr war die Landwirtschaft für rund 9 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Auch ethische Gesichtspunkte sind für Verbraucher heute von größerer Bedeutung als noch vor einigen Jahren. Kühe, Schweine und Hühner sollen nicht mehr bloß Lieferanten von Fleisch, Milch und Eiern sein, sondern ein artgerechtes Leben führen. Viele Landwirte klagen indes über eine wachsende Flut an Auflagen und Regulierungen – und wachsenden wirtschaftlichen Druck. Seit Jahren sinkt die Zahl der Höfe in Deutschland, und die, die bleiben, werden immer größer. Zwar nahm das Tempo des Strukturwandels in den vergangenen Jahren etwas ab, doch eine Abkehr von der Maxime „Wachsen oder weichen“ ist nicht in Sicht.

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