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Neue F.A.Z.-Serie : Wirtschaftspolitik für eine gute Zukunft

Ludwig Erhard auf der Internationalen Automobil Ausstellung in Frankfurt im September 1963. Bild: Picture-Alliance

Die Soziale Marktwirtschaft ist nicht veraltet, sondern gerade in unseren Zeiten ein attraktives Konzept. Warum, das wollen wir Ihnen in einer nun beginnenden Serie darlegen.

          3 Min.

          Eine freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die leistungsfähig, nachhaltig und sozial zugleich ist, bleibt gerade in unserer nach Orientierung suchenden Zeit ein erstrebenswertes Ziel. Aber sie fällt nicht vom Himmel. Ihre Prinzipien müssen erdacht, implementiert, immer wieder auf den Prüfstand gestellt und bei Bedarf modernisiert werden.

          Und sie bedarf der Verteidigung gegenüber einer populären, aber falschen Kritik, die behauptet, Marktwirtschaft stehe im Widerspruch zu sozialem Ausgleich und einer an Nachhaltigkeit ausgerichteten Lebens- und Wirtschaftsweise. Das Gegenteil ist der Fall.

          Ein Beispiel: Der ökonomische Unsinn des vom Bundesverfassungsgericht aus juristischen Gründen einkassierten Berliner Mietendeckels war von Beginn an offenkundig – zumindest denjenigen, die mit den Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft vertraut sind. Denn wer auf einem Markt mit einer chronischen Überschussnachfrage einen nachhaltigen Anstieg von Preisen verhindern will, muss für ein zusätzliches Angebot sorgen. Das erfordert auf einem Wohnungsmarkt eine Politik, die den Bau von Wohnungen erleichtert. Stattdessen wollte die Berliner Politik durch eine strenge Regulierung eines Teilsegments des Wohnungsmarktes die Preisbildung reglementieren.

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