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Standorte werden geschlossen : Soundcloud streicht viele Stellen

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Dem Start-up Soundcloud setzt radikal den Rotstift an. Bild: EPA

Der Musikdienst Soundcloud galt einmal als Juwel der Berliner Start-up-Szene. Schon häufig wurde über einen Verkauf spekuliert, etwa an Twitter oder Spotify. Doch jetzt steckt das Unternehmen offenbar in der Krise.

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          Der Berliner Musikdienst Soundcloud greift zu Entlassungen, um seine Zukunft als unabhängiges Unternehmen zu sichern. Es sollen 173 Mitarbeiter gehen, schrieb Mitgründer Alex Ljung in einem aktuellen Blogeintrag. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge trennt sich Soundcloud damit von rund 40 Prozent der Belegschaft. Die Konzentration auf die Standorte Berlin und New York bedeutet, dass Büros in San Francisco und London dichtgemacht werden.

          Die Einschnitte seien nötig für einen nachhaltigen Erfolg, erklärte Ljung. Er betonte mehrfach, dass Soundcloud unabhängig bleiben wolle. Es war immer wieder über einen möglichen Verkauf von Soundcloud spekuliert worden - erst an Twitter oder den Streaming-Marktführer Spotify, zuletzt an den Konkurrenten Deezer.

          Soundcloud hebt sich von anderen Streaming-Diensten dadurch ab, dass auf der Plattform auch viele Remixes und Titel noch unbekannter Künstler ohne Vertrag zu finden sind. Außerdem bietet das Unternehmen einen Abo-Service mit einer traditionellen Musikauswahl wie auch Spotify oder Apple Music.

          Soundcloud hatte nach früheren Angaben 175 Millionen Nutzer; über die jüngste Entwicklung ist nichts bekannt - auch nicht, wie viele von ihnen zahlende Kunden geworden sind. Laut Medienberichten schreibt Soundcloud rote Zahlen. Ljung betonte in seinem Blogeintrag lediglich, Soundcloud habe den Umsatz in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt.

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