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Deutschlands Osten : „Manche Dörfer sollten wir besser schließen“

Nicht nur in Kremmin (Mecklenburg-Vorpommern) sind lediglich einzelne Mauern von einem verlassenen Wohnhaus übrig geblieben: Das Problem haben viele Dörfer im Osten. Bild: dpa

Die Politik hat im Osten viele Fehler gemacht, sagt Joachim Ragnitz vom Ifo-Institut in Dresden. Er rät zu Prämien, damit die Menschen in die größeren Städte ziehen. Und ist froh über jeden Arbeitsplatz, der im Osten nicht entsteht.

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          Herr Ragnitz, rund 2 Billionen Euro sind Schätzungen zufolge seit der Wiedervereinigung in den Aufbau Ost geflossen. War das gut investiertes Geld?

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Na ja, 60 Prozent des Geldes gingen in soziale Maßnahmen. Arbeitslosenhilfe, Rente, das hat für den Aufbau Ost wenig gebracht. Von dem Rest floss viel in die Infrastruktur, den Straßenbau. Ich bin immer wieder überrascht, wenn ich in einer dünn besiedelten Gegend über eine vierspurige Bundesstraße fahre. Da hat die Politik es eindeutig übertrieben.

          Die östlichen Bundesländer wachsen weiterhin nicht so stark wie die westlichen. Wird die Kluft nicht kleiner, sondern immer größer?

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