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Gewinnsteigerung bei Sony : Playstation schlägt Xbox

Das Logo der Sony Playstation 5, die seit November 2020 auf dem Markt ist. Bild: Reuters

Der Tech-Konzern Sony schlägt mit den Verkaufszahlen der Playstation den Konkurrenten Microsoft um ein Vielfaches. Das japanische Unternehmen erhöht nun die Gewinnprognose um 34 Prozent.

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          Die erste Runde im Wettstreit der neuen Spielkonsolen von Sony und Microsoft haben die Japaner gewonnen. Sony berichtete am Mittwoch während der Vorlage der Quartalszahlen, dass es bis Ende Dezember 4,5 Millionen Stück der im November eingeführten Playstation5 verkauft habe. Microsoft hatte in der vergangenen Woche in seinem Quartalsbericht keine Verkaufszahlen für seine neuen Spielkonsolen genannt. Manche Analysten schätzen den Verkauf auf rund 2,4 Millionen Stück.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Sony sei auf gutem Wege, bis Ende des Geschäftsjahres im März wie angestrebt mehr als 7,6 Millionen Playstations zu verkaufen, sagte Finanzchef Hiroki Totoki vor Journalisten. Das Unternehmen hat allerdings die große Nachfrage unterschätzt und kann derzeit nicht alle Kunden bedienen. „Es ist schwierig für uns, die Produktion der PS5 inmitten der Knappheit von Halbleitern und anderen Bauteilen zu erhöhen“, sagte Totoki. Im nächsten Geschäftsjahr will Sony nach seinen Worten weitere 14,8 Millionen Stück der Spielkonsole verkaufen.

          Als Folge der guten Entwicklung des Spielegeschäfts und des starken Verkaufs des iPhones von Apple, für das Sony Bildsensoren liefert, erhöhte der Konzern die operative Gewinnprognose für das Gesamtjahr um 34 Prozent von 700 Milliarden auf 940 Milliarden Yen (7,5 Milliarden Euro). Sony erwartet in allen Geschäftsfeldern eine deutliche Steigerung, mit Ausnahme des Filmgeschäfts und der Bildsensoren. Auf dem Filmgeschäft lasten die Pandemie und die Verschiebung mehrerer mutmaßlich publikumsträchtiger Filme. Trotz des jüngsten Verkaufserfolgs des iPhones wirkt in der Bildsensorensparte immer noch nach, dass Sony aufgrund amerikanischer Sanktionen die Lieferung an den chinesischen Großkunden Huawei erst ganz einstellen und danach verringern musste. Totoki nannte den Namen Huawei nicht und sprach nur von einem „gewissen chinesischen Kunden“. Huawei war nach Apple der zweitgrößte Kunde von Sonys Bildsensorensparte, sagen Analysten.

          Das Spielegeschäft hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Umsatz- und Gewinnbringer Sonys entwickelt. Das Unternehmen setzt dabei zunehmend auf seinen Internet-basierten Dienst Playstation Plus. Totoki betonte, dass 87 Prozent der PS-5-Nutzer den Dienst abonniert hätten. Sony zählte im Zeitraum von Oktober bis Dezember 47,4 Millionen Nutzer, 1,5 Millionen mehr als zuvor.

          Für das Quartal meldete Sony einen Überschuss von 371,9 Milliarden Yen, 62 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Betriebsgewinn stieg um 20 Prozent auf 359,2 Milliarden Yen. Sony steigerte den Umsatz um 9 Prozent auf 2696,5 Milliarden Yen. Das Spielegeschäft trug 33 Prozent zum Umsatz und 22 Prozent zum Betriebsgewinn bei.

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