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Solidaritätszuschlag : Ein Zehntel der Steuerzahler zahlt weiter Soli

Bild: Andreas Pein

Olaf Scholz hat sich durchgesetzt: Die Abgabe des Solidaritätszuschlags wird trotz verfassungsrechtlicher Bedenken nicht ganz abgeschafft. Zumindest in dieser Legislaturperiode.

          Das Kabinett hat sich auf die Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geeinigt und beschlossen, den Solidaritätszuschlag weitgehend abzuschaffen. Danach soll der „Soli“ vom Jahr 2021 an für ungefähr 90 Prozent der Steuerzahler komplett wegfallen, für weitere 6,5 Prozent zumindest teilweise. Scholz sagte am Mittwoch, die Kosten der Wiedervereinigung seien „in weiten Teilen gestemmt“. Daher könne man im Jahr 2021 beginnen, den Soli für den überwiegenden Teil der Steuerzahler zu streichen. „Die wenigen auch nach Auslaufen des Solidarpaktes zum Jahresende verbleibenden Kosten werden zukünftig von denen geschultert, die mehr haben als andere“, sagte Scholz, und er fügte hinzu: „Das ist fair und wird auch einer verfassungsrechtlichen Prüfung standhalten.“

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Mit dem Beschluss wendet sich das Kabinett gegen das Vorhaben von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), den Soli in drei Stufen bis 2026 ganz zu streichen und von Anfang an alle Zahler zumindest teilweise zu entlasten. Altmaier wollte dadurch auch Kapitalgesellschaften entlasten, um ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Außerdem wollte er mit seinem Vorstoß verfassungsrechtliche Bedenken entkräften. Die Entscheidung über eine völlige Abschaffung soll nach Scholz’ Willen erst in der nächsten Legislaturperiode fallen. In der Union gibt es indes weiter Zweifel an dem Konzept. CDU/CSU-Fraktionsvize Carsten Linnemann sagte der F.A.Z. in Berlin: „Der Soli gehört komplett abgeschafft. Das wäre glaubwürdig und verfassungskonform.“ Christian Freiherr von Stetten, Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand, forderte Nachbesserungen im Gesetz. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte, die komplette Abschaffung des Solis für alle müsse in der nächsten Wahlperiode erfolgen.

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